3D-gedrucktes „Herzschlag“-Relief eures Satzes
Euer „Ich liebe dich“ wird als Wellenform/Herzschlag-Linie in ein Relief übersetzt, dazu Datum. Eine moderne Art, Gefühle sichtbar zu machen.
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Benötigte Materialien
Filament PLA oder PETG (1.75 mm)
ca. 150–250 g
4–8 € (anteilig bei 20–30 €/kg)
Holzrahmen (fertig gekauft) ODER Rahmenleisten Kiefer/Buche
1 Stk (ca. 23x23 cm) oder 2 m Leiste + Zuschnitt
10–25 € (fertig) oder 8–18 € (Leisten)
Rückwand MDF 3 mm oder Sperrholz 3–4 mm
1 Stück ca. 23x23 cm
1–3 €
Passepartout-Karton 1,4–1,8 mm (optional, hochwertiger Look)
1 Stück ca. 23x23 cm
2–5 €
Acrylscheibe klar 1,5–2 mm (optional)
1 Stück ca. 20x20 cm
4–10 €
Holzplakette (Birke 3 mm) oder Acrylplakette (3 mm) für Gravur
1 Stück ca. 60x20 mm
0,50–2,50 €
Holzöl/Hartwachsöl oder Klarlack
kleine Menge
1–3 € (anteilig)
Sekundenkleber/Gel oder 2K-Kleber (für Panel im Rahmen)
kleine Menge
0,50–2 € (anteilig)
Schleifpapier K240/K400
2–4 Bögen
1–2 €
Aufhänger/ Bildaufhänger + Schrauben (optional)
1 Set
1–3 €
NFC-Tag NTAG213 (optional)
1 Stk
0,50–1,50 €
Benötigte Werkzeuge
- FDM-3D-Drucker (0,4 mm Düse empfohlen) + Slicer (PrusaSlicer/Cura) + ggf. Filamenttrockner bei PETG)
- Audio-Tool/Software: Audacity + Online-Generator (Waveform) oder Python/Processing (SVG)
- Vektor-Workflow: Inkscape/Illustrator (SVG bereinigen)
- CAD: Fusion 360 / FreeCAD / Tinkercad (Relief modellieren)
- Laser (Diode/CO₂) für Gravur am Rahmen/Plakette
- Schneidwerkzeug: Cutter + Metalllineal (Passepartout) oder Passepartout-Schneider optional
- Schleifklotz/Exzenterschleifer (optional) optional
- Klemmen/Gehrungspresse (bei Selbstbau-Rahmen) optional
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Schritt-für-Schritt Anleitung
Schwierigkeitsgrad: Profi
Audio aufnehmen & säubern
30–60 minNehmt den Satz („Ich liebe dich“) als Audio auf (Handy reicht, besser: ruhiger Raum). Import in Audacity, Normalisieren, Rauschen reduzieren (leichte Werte), Stille am Anfang/Ende trimmen. Ziel: 1–2 Sekunden klare Sprachform ohne lange Pausen.
- Mehrere Takes aufnehmen; die „schönste“ Betonung wählen.
- Nicht zu stark entrauschen, sonst sieht die Wellenform „abgeschnitten“ aus.
- Samplingrate 44,1 kHz reicht völlig.
Waveform/Herzschlag-Linie als SVG erzeugen
60–120 minErzeugt aus dem Audio eine Wellenform als Vektor. Optionen: (a) Waveform als SVG exportieren (verschiedene Online-Tools) und in Inkscape bereinigen; (b) Audacity: Track als Bild exportieren und in Inkscape nachzeichnen (Bitmap Trace) – weniger ideal; (c) Skript (Python) zur Amplitudenabtastung → Polyline → SVG. Danach: Linie vereinfachen, glätten, auf gewünschte Breite bringen (z.B. 140–160 mm).
- Achtet auf ausreichend „Fleisch“: Minimaler Linienabstand/Stegbreite im Relief ≥ 1,2 mm (besser 1,6 mm) für saubere Druckbarkeit.
- Zu filigrane Peaks lieber abrunden – wirkt hochwertiger und bricht nicht beim Schleifen.
- SVG als geschlossene Kontur anlegen (Stroke to Path), damit Extrusion im CAD sauber klappt.
Layout: Text & Datum setzen
30–60 minIn Inkscape: Wellenform mittig platzieren. Datum (z.B. 14.02.2026) und optional Namen unterhalb oder rechts unten setzen. Für 3D-Druck: Text als separate Pfade (kein „live text“), Schrift mit guter Lesbarkeit (z.B. Montserrat, Futura, Helvetica).
- Für 3D-Text: Mindest-Strichstärke 0,8–1,0 mm; Buchstabenhöhe ≥ 6 mm.
- Kerning leicht erhöhen, damit beim Druck nichts zuläuft.
- Wenn ihr den Text lieber „edler“ wollt: Text nicht drucken, sondern nur am Rahmen/Plakette lasern.
Relief im CAD konstruieren
90–150 minSVG in Fusion 360/FreeCAD importieren. Grundplatte erstellen (z.B. 180x180x2,2 mm). Wellenform als erhabenes Relief extrudieren (z.B. +2,8 mm). Optional: Text als flaches Relief (+0,8–1,2 mm) oder als Vertiefung (–0,6 mm) für bessere Lesbarkeit. Rückseite: optional 0,8–1,2 mm tiefe Tasche, um Gewicht zu sparen und Verzug zu reduzieren (Rippen stehen lassen).
- Kanten mit 0,6–1,0 mm Fase/Fillet entschärfen – sieht „produktiger“ aus und druckt sauberer.
- Plane eine umlaufende Randfase am Panel ein, damit es sauber im Rahmen sitzt.
- Bei großen Flächen: Dicke nicht zu dünn wählen, sonst „oil-canning“ (Wellen) im Druck.
Slicer-Setup & Testdruck (kritisch)
60–120 min (inkl. Testdruck)Slicen mit Fokus auf Oberflächenqualität. Empfehlung: 0,12–0,16 mm Layer, 3–4 Perimeter, Top-Layers 6–8, Infill 10–15% (Gyroid). Druckrichtung: Relief nach oben, flache Rückseite aufs Bett. Optional: „Ironing“ für Topflächen (bei PLA). Erst einen 60x60 mm Ausschnitt als Test drucken (Welle + Text).
- PLA: 200–215°C, Bett 55–60°C; PETG: 235–245°C, Bett 75–85°C, weniger Lüfter.
- Für scharfe Kanten an Relief: Geschwindigkeit Außenwand 25–35 mm/s.
- Elefantenfuß kompensieren, damit das Panel später plan im Rahmen sitzt.
Finaler 3D-Druck des Panels
6–10 h (Druckzeit) + 15 min HandlingFinale Datei drucken. Für 180x180 mm Panel müsst ihr je nach Drucker 6–10 Stunden rechnen (abhängig von Layerhöhe, Geschwindigkeit, Details). Nach dem Druck abkühlen lassen, vorsichtig vom Bett lösen.
- Bei PLA auf großen Flächen hilft ein Brim (5–8 mm) gegen Warping.
- PETG neigt zu Stringing: Retract feinjustieren und Filament trocken halten.
- Wenn zweifarbig: Pause bei der Höhe kurz vor dem Wellen-Top einplanen oder Welle als separates Inlay drucken.
Nachbearbeitung: Entgraten, Schleifen, optional Lack
45–120 min (+ Trocknungszeiten)Brim entfernen, Kanten entgraten. Leicht schleifen (K240→K400) nur an Kanten/Problemstellen. Optional: Füller/Primer, dann 2 dünne Schichten Lack seidenmatt. Alternativ: Panel „roh“ lassen, wenn die Druckqualität bereits sehr gut ist.
- Nicht die Relief-Front „tot schleifen“ – Details gehen verloren. Lieber über Druckeinstellungen die Qualität holen.
- Bei Lack: sehr dünne Schichten, sonst wirken Peaks zugelaufen.
- Für „Premium“: Grundplatte matt schwarz, Welle in Weiß (oder Gold) – entweder Mehrfarbdruck oder Lackmaskierung.
Rahmen vorbereiten & Lasergravur
45–90 minEntscheidet: Gravur direkt auf Rahmen (unten mittig) oder auf Plakette. Datei in LightBurn/Lasersoftware setzen. Holzrahmen vorher fein schleifen. Gravur: Datum, Namen, ggf. Koordinaten. Bei Plakette: aus 3 mm Birke/Acryl lasern und Kanten säubern.
- Vor Gravur Teststreifen machen (Leistung/Speed), besonders bei lackierten Rahmen.
- Bei Birke: leichtes Masking-Tape verhindert Rauchspuren.
- Acrylgravur wirkt edel, wenn rückseitig graviert und von hinten schwarz ausgelegt (Rub’n’Buff/ Acrylfarbe).
Montage im Rahmen
30–60 minPassepartout zuschneiden (optional) und Panel zentrieren. Panel punktuell kleben (wenige Klebepunkte) oder mit dünnen doppelseitigen Klebepads fixieren. Acrylscheibe davor (optional). Rückwand einsetzen und verschließen. Aufhänger montieren.
- Nicht vollflächig verkleben – bei Temperaturwechsel arbeitet Kunststoff minimal.
- Wenn ohne Acryl: Panel sollte leicht zurückversetzt sitzen (Passepartout), damit man nicht direkt drauf fasst.
- Rückseite beschriften (Datum, Edition 1/1) – wirkt „Galerie“.
Qualitätscheck & Verpackung
20–40 minSichtprüfung bei schrägem Licht (Layerlinien, Kleberreste, Gravurkontrast). Staub entfernen (Blasebalg/Mikrofaser). Verpacken mit Seidenpapier und Kantenschutz.
- Fingerabdrücke auf Acryl mit antistatischem Reiniger entfernen.
- Ein kleines Kärtchen mit Erklärung („Wellenform eures Satzes“) erhöht den emotionalen Wert.
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Markt & Machbarkeit
119–199 € (Standard 180x180, einfarbig, Gravur am Rahmen: eher 129–159 €; Premium zweifarbig + Acryl + Passepartout + NFC: 169–199 €)
ca. 20–55 €
ca. 80–145 € vor Arbeitslohn/Overhead; realistische Deckung nach Maker-Stundensatz (25–40 €/h aktiv) ist nur bei Premium-Preis bzw. effizientem Workflow gegeben
55%8–12 h (davon 6–10 h Maschinenlaufzeit, 6–9 h aktive Arbeitszeit je nach Iterationen)
Nein
Mittel
Mittel