Acryl-„Love Letter“-Briefumschlag als Deko
Ein Acryl-Design im Look eines Umschlags, in den ihr kleine Zettel mit Gründen oder Versprechen stecken könnt. Jedes Ziehen ist ein Mini-Liebesbrief.
Produktansichten
Technische Daten
Personalisierungsoptionen
Benötigte Materialien
Acryl gegossen (Cast) 3mm, transparent (ca. A4 reicht)
1 Platte ca. 210x297mm (oder Zuschnitt nach Plan)
10–18 €
Acryl gegossen 5mm transparent ODER 2x 3mm für Standfuß
1 Stück ca. 160x40mm (5mm)
3–7 €
Acryl (optional) farbig/matt für Klappen-Akzent (3mm)
kleiner Zuschnitt ca. 160x60mm
4–9 €
Acrylkleber Kapillar (z.B. Acrifix 116/192)
ca. 10–20 ml
6–12 € (anteilig aus Flasche)
Doppelseitiges Klebeband dünn (z.B. 3M 468MP) ODER transparente Klebepads (Alternative zum Kleben)
ca. 30–50 cm
2–5 € (anteilig)
Schleifpapier (400/800/1200) + Polierpaste (optional)
je 1 Bogen / kleine Menge
2–6 € (anteilig)
Isopropanol + fusselfreie Tücher
kleine Menge
1–3 € (anteilig)
Papierkarten/Zettel 250–300g/m² (für „Gründe/Versprechen“)
30–60 Stück, ca. 140x90mm
3–8 €
Optional: Metallstifte/Magnete als Steck-Stopper (falls Stecksystem gesichert werden soll)
2–4 Stück
1–4 €
Benötigte Werkzeuge
- CO₂-Laser (40–80W empfohlen) mit Air Assist und Absaugung (Acryl geeignet) અથવા Diode nur eingeschränkt)
- Vektor-Software (Illustrator/Inkscape/LightBurn)
- Klemmhilfe/Winkelanschläge oder Tape-Jig für rechtwinkliges Verkleben optional
- Acryl-Kapillarkleber-Applikator/Nadelspitze optional
- Entgrater/Schaber optional
- Feile klein / Nadelfeilen optional
- Schneidemaschine/Papierschneider für Zettel optional
- Schutzbrille, Nitrilhandschuhe (Kleber)
Schritt-für-Schritt Anleitung
Schwierigkeitsgrad: Fortgeschritten
Design festlegen (Maße, Stecksystem, Zettelmaß)
30–60 minLege fest, wie groß der Umschlag wirken soll und welches Zettelformat hineinpasst. Bewährt: Zettel 140x90mm (ähnlich A6 quer, aber schmaler), Tasche innen ca. 145x100mm, Einwurfschlitz 120x4–5mm. Plane ein Stecksystem, damit keine sichtbaren Schrauben nötig sind: z.B. Bodenplatte mit zwei Schlitzen, in die Front- und Rückteil gesteckt werden; Seitenwände als Stecklaschen oder geklebt.
- Toleranzen bei Acryl: Steckschlitze meist Materialstärke +0,15 bis +0,30mm (bei 3mm also 3,15–3,30mm).
- Cast-Acryl graviert schöner und riecht weniger streng als extrudiertes; extrudiertes schmilzt schneller an Kanten.
- Plane Schutzfolie im Design: Gravuren möglichst auf Folienseite durchführen, die draufbleiben kann, um Rauchspuren zu minimieren.
Vektordatei erstellen (Schnitt + Gravur getrennt)
45–90 minErstelle Layer: (a) Schnittkonturen, (b) Gravurlinien für Umschlag-Optik (Klappe, Kanten), (c) Text/Herz. Bauteile typischerweise: Frontplatte (Umschlagoptik), Rückplatte, Boden/Standfuß, optional „Taschenboden“ innen, 2 Seitenstreifen als Abstandhalter (Tiefe 35–45mm). Stecksystem: Front/Rück bekommen unten eine Steckzunge; Bodenplatte hat passende Schlitze. Alternativ: Boden als U-Profil aus Acryl + Stecklaschen.
- Gravurlinien für Umschlag: dünn (0,2–0,3mm) zeichnen, aber als Gravur fahren; das wirkt wie feine Falzlinien.
- Für einen edlen Look: Gravur rückseitig (Spiegeln!) und dann von vorn durch das Acryl betrachten (sogenannte „Subsurface“-Anmutung).
- Wenn du den Schlitz oben in die Front integrierst: Schlitz nicht zu lang, sonst wirkt es instabil. 110–125mm ist optisch gut.
Laser-Test (Fokus, Gravurtiefe, Steckpassung)
20–40 minSchneide ein kleines Teststück mit einem Schlitz und einer Zunge (3mm) und prüfe Passung. Teste Gravur auf einem Reststück: Textgröße, Liniengewicht, ggf. Füllgravur für Herz. Passe Laserparameter an Material und Maschine an.
- Air Assist verhindert Flammen und reduziert Kantenruß.
- Bei transparentem Acryl: Gravur erscheint milchig; mehr Kontrast durch rückseitiges Einfärben der Gravur (Acrylfarbe in die Gravur wischen).
- Steckpassung lieber minimal zu stramm als zu locker – nacharbeiten geht mit Feile/Schleifpapier.
Lasern: Gravieren, dann Schneiden
45–90 minLass die Schutzfolie drauf. Reihenfolge: erst Gravur, dann Schnitt. Schneide Front, Rückseite, Seitenabstandhalter, Boden/Standfuß. Entferne nur dort Folie, wo geklebt wird. Kontrolliere, dass alle Kanten sauber sind und die Steckzonen nicht verschmolzen sind.
- Wenn Kanten zu rau sind: Geschwindigkeit leicht runter oder Leistung hoch – aber nicht überhitzen (sonst Wellen).
- Bei sehr klaren Kanten: Nach dem Schnitt nicht sofort Folie abziehen; erst nach Montage, um Kratzer zu vermeiden.
- Beschrifte Bauteile mit Folienstift auf der Schutzfolie (innen/außen), damit nichts verdreht wird.
Kantenfinish & Vorbereitung
30–60 minEntgrate Schnittkanten leicht. Optional: Kanten schleifen (400→800→1200) und polieren oder vorsichtig flamm-polieren (nur bei Erfahrung). Reinige Klebeflächen mit Isopropanol. Teste Trockenmontage des Stecksystems.
- Flamm-Politur nur kurz und gleichmäßig – sonst entstehen Spannungsrisse. Cast-Acryl ist toleranter.
- Für Kleben mit Kapillar: Kanten müssen sauber plan anliegen; jede Lücke wird sichtbar.
- Keine aggressiven Reiniger (Aceton) – kann Acryl anknacken.
Montage: Tasche/Abstandhalter + Stecksystem
60–120 min (inkl. Ausrichten, Aushärten)Variante A (stabil & clean): Front und Rückteil stehen parallel, getrennt durch 2–3 Abstandhalter (links/rechts und unten), sodass oben ein Einwurf bleibt. Abstandhalter (3mm Acryl, Tiefe 35–45mm) werden innen an die Rückplatte geklebt, dann Front draufsetzen und mit Kapillar-Kleber entlang der Fugen ziehen. Boden/Standfuß: Front/Rück via Steckzunge in den Standfuß stecken; optional mit winzigem Klebepunkt sichern. Variante B (klebefrei): Abstandhalter als Steckrahmen, der in Front/Rück einrastet (mehr Konstruktionsaufwand, weniger Kleberisiko).
- Klebung: Teile mit Anschlägen fixieren, dann Kapillarkleber an einer Ecke ansetzen – er zieht in den Spalt. Nicht zu viel, sonst Schlieren.
- Achte darauf, dass die Tasche unten geschlossen ist, damit Zettel nicht durchrutschen: unten einen Querstreifen als „Stopper“ einplanen.
- Wenn du eine Klappe als optisches Element willst: separate Klappenplatte nur als Auflage/Gravur – nicht als bewegliches Scharnier, sonst wird’s aufwändiger.
Zettel-Set erstellen (Gründe/Versprechen)
30–90 minSchneide 30–60 Karten auf 140x90mm (oder passend zur Tasche). Beschrifte per Hand (romantisch), mit Drucker oder optional Lasergravur auf Holzfurnierkarten. Optional nummerieren (1–52 für ein Jahr) oder thematische Kategorien (‚Wenn du müde bist…‘, ‚Wenn du zweifelst…‘).
- Abgerundete Ecken (Eckenstanzer) verhindern Knicke und wirken hochwertiger.
- Dickeres Papier (300g) greift sich besser und wirkt ‚wertig‘.
- Lege 5–10 leere Karten dazu – als Mitmach-Element.
Finalisierung & Verpackung
15–30 minSchutzfolie abziehen, final reinigen. Optional: Gravurfarbe einreiben (Acrylfarbe, dann überschüssig abwischen), Filzfüße unter den Standfuß kleben. Verpacke in Seidenpapier mit kleiner Anleitung: ‚Zieh jeden Tag/Woche einen Zettel‘.
- Mikrokratzer vermeidest du durch ein weiches Tuch (Mikrofaser) und wenig Druck.
- Filzfüße + kleines Pflegekärtchen erhöhen wahrgenommenen Wert deutlich.
- Lege eine Mini-Anleitung bei, damit sofort klar ist, wie das Geschenk „funktioniert“.
Markt & Machbarkeit
45–85 € (Standard: 49–59 €; mit farbigen Akzenten + 52 Karten + Personalisierung: 69–85 €).
ca. 22–55 € (typisch 28–35 € bei Cast-Acryl + Kleber + 40 Karten).
ca. 20–45 € pro Stück (bei 59–79 € Verkauf, je nach Materialeinsatz und ob Karten handgeschrieben/gedruckt sind).
35%3–5 Stunden pro Einzelstück; bei Kleinserie (5–10 Stück) sinkt die Zeit pro Stück auf ca. 1,5–2,5 Stunden (durch wiederverwendbare Jigs und Batch-Lasern).
Nein
Mittel
Mittel