CNC-gefräste Stadtkarte als Wandrelief

CNC-gefräste Stadtkarte als Wandrelief

Eure Stadt (oder die Stadt eures Kennenlernens) als gefrästes Holzrelief mit markiertem Herzpunkt. Ein echtes Designstück mit emotionalem Kern.

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Schwierigkeit Anspruchsvoll
Zeitaufwand
ca. 8–12 h (inkl. Datenaufbereitung/CAM; zzgl. Trocknung über Nacht)
Verkaufspreis
199–349 € (400 x 300 mm, je nach Detailgrad/Finish/Inlay); 299–549 € (600 x 400 mm)
Marge 70%

Produktansichten

CNC-gefräste Stadtkarte als Wandrelief - Hauptansicht
Hauptansicht
CNC-gefräste Stadtkarte als Wandrelief - Seitenansicht
Seitenansicht
CNC-gefräste Stadtkarte als Wandrelief - Detailansicht
Detailansicht

Technische Daten

Abmessungen
Standard: 400 x 300 mm (Querformat) als Wandrelief; optional Premium: 600 x 400 mm
Gewicht
ca. 1,2–1,6 kg (400 x 300 mm, 18 mm Birke Multiplex inkl. Rückwand/Distanzleisten)
Material
Frontplatte: 15–18 mm Birke Multiplex (alternativ 18 mm Eiche-Leimholz); Rückwand optional: 3–6 mm Sperrholz oder 5 mm MDF; Herz-Inlay optional: 3 mm Acryl oder 2–3 mm Holzfurnier
Oberfläche
CNC-Fräsung + leichtes Schleifen (Kanten brechen), Beize/Öl oder Hartwachsöl; optional Kontrast: Tiefen schwarz beizen, Oberfläche natur geölt; Lasergravur für Straßennamen/Koordinaten; abschließend 1–2 Schichten Hartwachsöl oder matter Klarlack

Personalisierungsoptionen

Stadt/Bezirk frei wählbar (OSM-Daten) Markierter „Herzpunkt“ (Kennlern-Ort) als Inlay (Acryl/Metallfolie) oder Gravur Textzeile: Datum, Namen, Koordinaten, kurzer Satz Rahmen-Optik (umfassende Fase, Schattenfuge, Distanzleisten) Farbkonzept: Natur/Schwarz, Walnuss-Beize, zweifarbiges Inlay Aufhängung: Schlüssellochbeschläge, French Cleat, Magnet-Stand-offs

Benötigte Materialien

Birke Multiplex 18 mm, Zuschnitt 400 x 300 mm (B/BB oder besser)

1 Stück

12–20 €

Rückwand (Sperrholz 4–6 mm) 400 x 300 mm (optional, für saubere Wandmontage/Abdeckung)

1 Stück

4–8 €

Acryl 3 mm (rot/weiß/schwarz) für Herz-Inlay (optional)

ca. 50 x 50 mm Reststück

2–5 €

Holzleim (D3)

ca. 20–40 g

0,50–1,50 €

Schleifpapier (Körnung 120/180/240)

je 2–3 Bögen

2–5 €

Hartwachsöl (z.B. Osmo) oder Möbelöl

ca. 30–60 ml

2–6 €

Beize/Schwarzbeize oder Acrylfarbe für Tiefen-Kontrast (optional)

ca. 30–50 ml

2–6 €

Aufhängung: Schlüssellochbeschläge ODER French Cleat (Alu/Holz) + Schrauben

1 Set

3–12 €

CNC-Fräser: 6 mm Planfräser (Surfacing), 3 mm Spiral (Upcut), 1–2 mm V-Bit/Spiral (Details)

je 1

25–60 € (anteilig pro Projekt ca. 3–10 € Verschleiß)

Gesamtkosten ca. 28–55 € (ohne Maschinen; inkl. anteiligem Fräserverschleiß, mit optionalem Inlay/Aufhängung)

Benötigte Werkzeuge

  • CNC-Fräse (Arbeitsbereich mind. 400 x 300 mm) + Spannmittel (Schrauben, T-Nuts, Niederhalter) und Opferplatte (MDF) + Absaugung/Staubschuh (dringend empfohlen)
  • CAD/CAM-Software (z.B. Fusion 360, VCarve, Estlcam) und Vektor-Editor (Illustrator/Inkscape/QGIS)
  • Laser (Diode/CO₂) für Beschriftung/Koordinaten (optional, aber im Konzept vorgesehen) optional
  • Exzenterschleifer + Schleifklotz
  • Oberfräsen-/Entgrater, Kantenbrecher oder Schleifvlies optional
  • Zwingen/Presshilfe optional
  • Feinstaubmaske (P2/P3), Gehörschutz, Schutzbrille

Schritt-für-Schritt Anleitung

Schwierigkeitsgrad: Profi

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Motivdaten (Stadtkarte) beschaffen & aufbereiten

1,5–3 h

Hole Kartendaten idealerweise aus OpenStreetMap (OSM). Für ein sauberes Relief brauchst du eine klare Hierarchie: Wasserflächen, Parks, Hauptstraßen, Nebenstraßen, ggf. Gebäudekanten. In QGIS/Overpass Turbo exportierst du die gewünschten Layer als DXF/SVG. Danach vereinfachst du Geometrien (zu viele Nodes killen die CAM) und definierst Mindestbreiten: z.B. Hauptstraßen ≥ 1,2–1,5 mm, Nebenstraßen ≥ 0,8–1,0 mm (bei 1–2 mm Fräser). Setze einen Rand (10–15 mm) und platziere den Herzpunkt (Koordinaten/Adresse).

Tipps:
  • Arbeite mit einem klaren Ausschnitt (z.B. 2–4 km Breite bei 400 x 300 mm), sonst wird es zu filigran.
  • Alles, was dünner als dein Fräserdurchmesser ist, wird entweder wegfallen oder ausfransen.
  • Layer-Farben/Gravurtiefen schon jetzt planen (z.B. Wasser tiefer, Straßen flacher).
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Relief-Design & Tiefenstaffelung festlegen

45–90 min

Lege Z-Höhen fest: Beispiel für 18 mm Platte: Hintergrund 0 mm (Top), Straßen -1,5 mm, Wasser -3,0 mm, Parks -2,0 mm, Gebäudekonturen nur lasergraviert oder sehr flach (-0,8 mm). Plane außerdem eine umlaufende Fase oder einen Rahmen (z.B. 45°-Fase 6–10 mm) für „Designstück“-Look. Herzpunkt als Einlassung: Tasche 3,05 mm tief für 3 mm Acryl (0,05–0,1 mm Spiel).

Tipps:
  • Nicht zu tief fräsen, sonst werden feine Stege instabil.
  • Bei Multiplex: Tiefen so wählen, dass die Furnierlagen optisch ruhig wirken (zu tiefe kleine Taschen wirken unruhig).
  • Herzpunkt: entweder Inlay (Premium) oder nur Lasergravur (schneller, weniger Risiko).
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CAM: Werkzeugwege erstellen (Schruppen/Schlichten/Detail)

1,5–2,5 h

Erstelle Toolpaths: (a) Planfräsen/Surfacing (optional) für absolut plane Oberfläche; (b) Taschenfräsen für Wasser/Parks (3 mm Upcut, adaptives Clearing); (c) Kontur-/V-Carve oder feines Taschenfräsen für Straßen (1–2 mm Fräser oder V-Bit); (d) Rahmen/Fase; (e) optional Bohrungen für Aufhängung/Stand-offs. Simuliere alles (Kollisionen, Restmaterial) und rechne mit mehreren Setups nur, wenn nötig (besser: alles in einem Setup).

Tipps:
  • Multiplex fräst sauberer mit scharfen Fräsern und guter Absaugung; stumpf = Ausrisse.
  • Für feine Straßennetze ist ein 1,5 mm Spiralfräser oft der beste Kompromiss aus Stabilität und Detail.
  • Tabbing vermeiden, wenn du nicht durchtrennst; bei Durchtrennungen: Tabs groß genug, später bündig schleifen.
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Material vorbereiten & sicher spannen

30–60 min

Zuschnitt prüfen (Verzug!). Opferplatte plan, Werkstück mit Schrauben in Randbereichen oder mit starkem Klebeband+CA-Methode fixieren (bei Relief ohne Durchfräsen sehr gut). Nullpunkt setzen (Corner oder Center), Z-Null über Toolsetter oder Papiermethode. Absaugung/Staubschuh montieren.

Tipps:
  • Bei Schrauben: Schraubpositionen in CAM als „Keep-out“ markieren.
  • Klebeband+CA: nur auf sauberem Holz, gut andrücken, vorher testen.
  • Birke MPX: Oberflächenlage kann ausreißen – ggf. Malerkrepp auf kritische Bereiche.
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CNC-Fräsen: Planen, Taschen, Details, Rahmen

3–6 h (Maschinenlaufzeit) + 15 min Kontrolle

Fräse die Toolpaths in sinnvoller Reihenfolge: erst Planfräsen (falls nötig), dann große Taschen (Wasser/Parks), dann feinere Straßen/Details, zum Schluss Rahmen/Fase. Typische Parameter (Richtwerte, maschinenabhängig): 3 mm Upcut in MPX: 18.000 rpm, 900–1400 mm/min, Zustellung 1,0–1,5 mm; 1,5–2 mm Fräser: 18–22k rpm, 600–1000 mm/min, Zustellung 0,5–0,8 mm. Nach dem Fräsen Späne aus Taschen saugen und Kanten prüfen.

Tipps:
  • Beim kleinsten Fräser zuerst Teststück/Probe-Ausschnitt fräsen.
  • Wenn Ausrisse: Zustellung reduzieren, Downcut für letzte 0,3–0,5 mm „Finishing Pass“ nutzen oder Krepp/Schlichten.
  • Lange Jobs: Not-Aus erreichbar, nicht unbeaufsichtigt lassen.
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Lasergravur (Beschriftung, Koordinaten, Datum)

30–75 min

Nach dem CNC-Fräsen die Oberfläche leicht entstauben. Lasergravur für Titel/Koordinaten/Namen in einer Ecke oder auf einer separaten Plakette (Acryl/Schiefer). Bei Holz wirkt eine leichte Defokus-Gravur oft homogener. Optional: Straßennamen sehr dezent (Achtung: schnell zu überladen).

Tipps:
  • Vorher ein Gravurtest auf Reststück: Holz reagiert stark je nach Charge.
  • Maskierfolie oder Malerkrepp verhindert Rauchspuren; danach abziehen.
  • Kontrast steigern: Gravur mit schwarzem Wachs/Öl einreiben und abnehmen.
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Herzpunkt markieren (Inlay oder Gravur)

20–60 min

Variante Inlay: Acrylherz lasern, Kanten kurz entgraten, in die gefräste Tasche einpassen, mit wenig transparentem Kleber/CA punktuell fixieren. Variante Holz-Inlay: dünnes Furnier/3 mm Holz fräsen/lasern und einkleben. Variante schnell: Herz nur lasern oder V-carven und farbig füllen (Acrylfarbe).

Tipps:
  • Inlay-Tasche mit 0,05–0,15 mm Spiel planen (sonst klemmt es).
  • Kleber sparsam: Ausblühungen/Glanzstellen vermeiden.
  • Bei Farbfassung: erst versiegeln (z.B. dünn Klarlack), dann füllen, dann final ölen/lacken.
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Schleifen, Kanten brechen, Finish

1,5–3 h aktiv + Trocknungszeit über Nacht

Leicht schleifen: 180 → 240 (nicht zu aggressiv in die Taschen). Kanten brechen (Schleifvlies). Danach Finish: Hartwachsöl dünn auftragen, 10–15 min einziehen lassen, Überschuss abnehmen, 8–12 h trocknen, optional zweite Schicht. Für starken Kontrast: Tiefen zuerst schwarz beizen/streichen, trocknen, dann Oberfläche sehr leicht anschleifen und natur ölen.

Tipps:
  • In Taschen am besten mit weichem Pinsel/Staubsauger reinigen, sonst bleiben dunkle Späne im Öl.
  • Beize nur in Vertiefungen: mit kleinem Pinsel, Kanten sofort abwischen.
  • Öl nicht „pfützen“ lassen, sonst gibt’s glänzende Flecken.
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Montage & Aufhängung

30–75 min

Rückwand optional auf Distanzleisten (10–15 mm) kleben/schrauben für schwebende Optik und Kabel-/Aufhängungsraum. Aufhängung montieren (French Cleat sehr wertig und sicher). Filzgleiter unten anbringen.

Tipps:
  • French Cleat: eine Leiste am Rahmen, Gegenstück an die Wand – perfekt für schwerere Reliefe.
  • Vorbohren in Multiplex verhindert Aufspalten.
  • Aufhängung mittig ausrichten; bei 600 x 400 mm besser zwei Aufhängepunkte.

Markt & Machbarkeit

Verkaufspreis

199–349 € (400 x 300 mm, je nach Detailgrad/Finish/Inlay); 299–549 € (600 x 400 mm)

Materialkosten

ca. 28–55 € (400 x 300 mm); ca. 45–95 € (600 x 400 mm, mehr Holz + längere Fräszeit + Fräserverschleiß)

Marge

ca. 170–300 € (bei 249–349 € VK und ~45 € Material; berücksichtigt aber noch nicht deine kalkulatorische Maschinenzeit)

70%
Produktionszeit

8–12 h (geübter Maker; bei komplexen Innenstadt-Ausschnitten eher 10–14 h)

Anfängergeeignet

Nein

Marktnachfrage

Mittel

Wettbewerb

Mittel

Suchbegriffe

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