Lasergraviertes Puzzle-Foto auf Holz
Euer Foto als Holzpuzzle – erst zusammensetzen, dann aufstellen oder einrahmen. Eine schöne Metapher: zusammen ergibt alles Sinn.
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Technische Daten
Personalisierungsoptionen
Benötigte Materialien
Birke-Sperrholz 3 mm, A3 (ca. 297 x 420 mm) oder Zuschnitt
1 Platte (für 200 x 300 mm Puzzle + Rand/Teststreifen)
6–12 €
Trägerplatte 4 mm (Pappel/Birke) 230 x 330 mm (optional)
1 Stück
3–8 €
Hartwachsöl (z.B. Osmo TopOil/Hartwachsöl) oder seidenmatter Klarlack (Spray)
ca. 10–20 ml / 1–2 Sprühgänge
1–3 € (anteilig)
Schleifpapier 240/320/400
je 1 Blatt
1–2 €
Malerkrepp/Transfer-Tape (zum Maskieren gegen Schmauchspuren)
ca. 1–2 m
0,50–2 €
Holzleim (nur für Box/Trägerlösung, optional)
10–20 g
0,20–0,50 € (anteilig)
Filz selbstklebend (optional, Rückseite/Trägerplatte)
1 Bogen A4
2–5 €
Magnetfolie selbstklebend 0,6–0,8 mm (optional)
1 Bogen A4
6–12 €
Verpackung (Kraftkarton-Box + Seidenpapier)
1 Set
2–5 €
Benötigte Werkzeuge
- CO₂-Laser (idealerweise 40–80 W) mit Air Assist + Absaugung (sehr empfohlen) or Diodenlaser 10–20 W (machbar, aber langsamer/mehr Schmauch) optional
- Grafiksoftware: LightBurn + Bildbearbeitung (Photoshop/GIMP) optional
- Feines Stahllineal/Schieblehre (Passkontrolle) optional
- Exzenterschleifer oder Schleifklotz optional
- Pinzette/Entgitterhaken (für kleine Teile) optional
- Klemmen/Pressbrett (bei Verzug) optional
- Schutz: Brille, Handschuhe (Finish), Atemschutz beim Sprühen optional
Schritt-für-Schritt Anleitung
Schwierigkeitsgrad: Fortgeschritten
Fotoauswahl & Eignungscheck
20–40 minWähle ein Foto mit klaren Kontrasten und nicht zu vielen feinen Details. Ideal: 1–2 Personen, Gesicht gut ausgeleuchtet, Hintergrund ruhig. Ziel ist, dass die Gravur auch nach dem Zerschneiden in Puzzleteile noch erkennbar bleibt.
- Wenn das Foto „matschig“ wirkt: lieber ein anderes wählen – Laser ist gnadenlos bei schlechten Quellen.
- Helle Hauttöne + dunkler Hintergrund funktionieren oft besser als umgekehrt.
Bildaufbereitung für Lasergravur
45–90 minIn der Bildbearbeitung: auf Endformat zuschneiden (z.B. 200 x 300 mm), in Graustufen umwandeln, Tonwerte/Curves anpassen (Highlights etwas absenken, Schatten anheben), Schärfen (moderat). Danach je nach Laserprozess dither (Jarvis/Stucki) oder echtes Graustufen-Engraving nutzen. Export als PNG (300–600 dpi).
- Für Holz graviert sich Dither oft „fotografischer“ als echte Graustufen, je nach Maschine.
- Teststreifen: 5–10 kleine Quadrate mit unterschiedlichen Helligkeitskorrekturen spart später Ausschuss.
Puzzledesign erstellen (Schnittdatei)
45–120 minErstelle ein Puzzle-Pattern (Vektor) passend zum Bildformat. Für „hard“: 80–150 Teile bei 200 x 300 mm (Teilegröße ca. 18–28 mm). Baue einen Außenrand (Rahmenkontur) und optional 1–2 Sonderteile (Herz/Initialen). Achte auf Mindeststegbreiten, damit Teile stabil bleiben.
- Keine zu dünnen „Hälse“: unter 2,0–2,5 mm wird 3 mm Sperrholz schnell bruchanfällig.
- Füge eine sehr kleine Positionsmarke (0,5 mm Kerbe) in einer Ecke hinzu, falls du mit Trägerplatte arbeitest.
Material vorbereiten (Maskieren, Planlage)
20–40 min (+ ggf. Presszeit)Sperrholz auf Verzug prüfen. Bei leichtem Verzug: 1–2 Stunden akklimatisieren lassen, ggf. kurz pressen. Oberfläche entstauben. Optional Masking (Malerkrepp/Transfer-Tape) aufbringen, um Schmauchspuren zu minimieren.
- Masking vorher gut anreiben, sonst hebt es sich beim Schnitt und gibt Brandkanten.
- Bei sehr harzreichen Hölzern (Billig-Sperrholz) eher auf Birke ausweichen: sauberer, weniger Gestank.
Laser-Tests (Gravur + Schnitt)
30–60 minFühre zwei Tests durch: (a) Gravurtest auf Reststück mit 2–3 Einstellungen (Leistung/Speed/Dither), (b) Schnitttest für 3 mm Birke (Kerf/Passung). Ziel: saubere Gravur ohne Überbrennen und Schnitt, der zuverlässig durchgeht, aber nicht zu stark verkohlt.
- CO₂: lieber 2 schnelle Durchgänge schneiden als 1 langsamer, falls Kanten zu dunkel werden.
- Diodenlaser: Air Assist ist praktisch Pflicht, sonst werden Kanten sehr dunkel und Masking kann verkleben.
Gravur des Fotos
40–120 min (abhängig von Laserleistung/Detail)Graviere zuerst das Foto auf die ungeschnittene Platte (bessere Stabilität, weniger Versatz). Positioniere das Bild exakt innerhalb der Außenkontur. Danach Masking entfernen (falls genutzt) oder erst nach dem Schnitt entfernen, je nach Ergebnis (bei manchen Setups schützt es bis zum Ende besser).
- Lege einen kleinen „Rahmen“ ungraviert (z.B. 5–8 mm) – sieht edel aus und reduziert Randbrand.
- Notiere Einstellungen für Re-Orders: Holzcharge schwankt, aber es hilft enorm.
Laserschnitt der Puzzleteile
30–90 minSchnittdatei laden, Fokus prüfen, Air Assist/Absaugung an. Schneide zuerst Außenkontur (oder zuletzt, je nach Haltestrategie). Bei vielen Teilen: Verwende „Tabs/Microjoints“ sparsam oder arbeite mit einer leichten Halte-Matrix, damit Teile nicht hochklappen und der Kopf kollidiert.
- Reihenfolge: Innenkonturen vor Außenkontur ist oft sicherer, damit das Werkstück nicht verrutscht.
- Bei sehr kleinen Teilen Microjoints an 1–2 Stellen pro Teil nutzen – aber Nacharbeit steigt.
Entnehmen, Reinigen, Kantenfinish
45–90 minTeile vorsichtig entnehmen. Schmauch ggf. mit leicht feuchtem Tuch (nur minimal) oder Radiergummi/Schleifvlies entfernen. Kanten sehr leicht schleifen (nur brechen, nicht Passung ruinieren). Bei Masking: sauber abziehen, Klebereste entfernen (z.B. Isopropanol sparsam).
- Nicht „rundschleifen“ – sonst wird das Puzzle zu locker.
- Wenn Passung zu stramm: nur Kanten minimal mit 400er anziehen, nicht die Bildfläche.
Oberflächenbehandlung
30–60 min + Trocknung 4–12 h (je nach Produkt)1–2 sehr dünne Schichten Hartwachsöl oder Klarlack auftragen. Wichtig: nicht zu nass, sonst quellen die Teile und die Passung verändert sich. Trocknen lassen und ggf. zwischenschleifen (sehr leicht).
- Sprühlack sehr dünn: zwei Nebelgänge sind besser als ein satter.
- Wenn du ölst: Teile auf Backpapier auslegen, sonst kleben sie am Untergrund fest.
Optional: Trägerplatte/Aufsteller/Einrahmung
40–120 minFür „erst zusammensetzen, dann aufstellen“: Trägerplatte passend schneiden/gravieren (Titel/Widmung). Puzzle kann lose darauf gelegt werden (Rahmenkante als Anschlag) oder als „Display“-Variante mit sehr wenigen Fixpunkten (z.B. 4 winzige Magnetpunkte oder Eckleisten). Alternativ in einen tiefen Rahmen (Shadowbox) einlegen.
- Nicht vollflächig verkleben, sonst ist der Puzzle-Gedanke weg. Besser: Rahmen/Anschlag oder Magnetlösung.
- Shadowbox mit 10–15 mm Tiefe wirkt hochwertig und schützt vor Staub.
Qualitätscheck & Verpackung
30–60 minPuzzle einmal komplett zusammensetzen (Fehlteile/Passung prüfen). Fotoerkennung checken (Gesichter/Schrift). Danach in Box verpacken: Seidenpapier, ggf. kleines „Hinweis-Kärtchen“ mit Metapher/Anleitung.
- Zähle die Teile (Soll/Ist) – bei Microjoints gehen winzige Stücke gern verloren.
- Lege ein Mini-Vorschaubild (gedruckt) bei, damit das Puzzeln nicht frustriert.
Markt & Machbarkeit
Basis 200 x 300 mm, 80–120 Teile: 59–99 €. Premium (mehr Teile, Trägerplatte/Shadowbox, Widmung, Geschenkbox): 99–179 €.
Basis: ca. 12–25 €. Premium mit Trägerplatte/Filz/Box: 18–40 €. Magnet-/Rahmenlösung kann 35–70 € Material erreichen (je nach Rahmen).
Bei 79 € Verkaufspreis und 20 € Material: ca. 59 € Deckungsbeitrag vor Maschinenzeit/Overhead. Bei 129 € und 35 € Material: ca. 94 €.
65%4–8 h aktiv + Trocknung. Bei etabliertem Workflow (Templates, getestete Settings) eher 3,5–6 h.
Nein
Mittel
Mittel