Gemeinsames Sternbild als 3D-Himmelskarte
Eine runde 3D-gedruckte Sternenkarte, die den Himmel eures Jahrestags (oder Kennenlern-Abends) als erhabene Punkte und Linien zeigt. Mit Ort, Zeit und einem kurzen Satz wird daraus ein sehr stilles, romantisches Kunstobjekt.
Produktansichten
Technische Daten
Personalisierungsoptionen
Benötigte Materialien
Filament PLA oder PETG, 1,75 mm (dunkel, z.B. Schwarz/Anthrazit)
ca. 180–260 g
4,50–7,50 €
Optional: zweites Filament (weiß/gold) für Sterne/Schrift (Filamentwechsel oder Inlays)
ca. 20–60 g
0,80–2,00 €
Schleifpapier (240/400) oder Schleifvlies
1 Set
2,00–4,00 €
Sekundenkleber (Cyanacrylat) oder 2K-Epoxy (für Standfuß/Einleger)
1
3,00–8,00 €
Optional: Filler-Primer (Sprühgrundierung)
1 Dose anteilig
2,00–4,00 €
Optional: Sprühlack seidenmatt (schwarz/anthrazit)
1 Dose anteilig
2,00–4,00 €
Optional: Gold-/Silber-Acrylmarker oder Rub’n’Buff für Akzente
1
3,00–10,00 €
Optional: Filzgleiter/Anti-Rutsch-Pads für Standfuß
4 Stück
0,50–1,50 €
Benötigte Werkzeuge
- 3D-Drucker (0,4 mm Düse empfohlen, beheiztes Bett; PETG vorteilhaft mit Direkt-Drive)
- Slicer (PrusaSlicer/Cura/OrcaSlicer)
- Seitenschneider/Entgrater-Messer
- Heißluftfön (optional, für leichte Glättung/Entfäden) optional
- Messschieber (für Passungen Standfuß/Nuten) optional
- Sprühkabine/Abdeckmaterial + Atemschutz (bei Lack) optional
Schritt-für-Schritt Anleitung
Schwierigkeitsgrad: Profi
Datenquelle festlegen (Himmel für Ort/Zeit)
45–90 minWähle, wie du den Himmel berechnest: (A) Planetariums-Software (Stellarium) für realistischen Himmelsausschnitt; (B) Online-Generatoren für "star map"; (C) astronomische Katalogdaten (Hipparcos/Tycho) + Skript. Für Maker-Workflow ist Stellarium am praktikabelsten: Standort (Koordinaten oder Stadt), Datum, Uhrzeit (lokal) korrekt setzen, Zeitzone/Sommerzeit prüfen. Dann Blickrichtung definieren: häufig Zenith-zentriert oder Richtung Nord/Süd. Lege den Ausschnitt fest (z.B. 60° oder 90° Field-of-View), damit die Sterne nicht zu dicht werden.
- Achte auf Sommerzeit (CEST/CET). Ein falscher DST-Haken ist der häufigste Fehler.
- Bei sehr romantischen Maps: Zenith-Ansicht wirkt "intim" und ausgewogen; eine reine Nordansicht kann leer wirken.
- Beschränke Magnitude (Helligkeit) z.B. bis 4,5–5,0, sonst werden es zu viele Punkte für Ø200 mm.
Export/Erzeugung der 2D-Vektorgrafik
60–150 minErzeuge eine saubere 2D-Datei (SVG/DXF). In Stellarium kannst du Screenshots machen und anschließend vektorisieren – besser ist aber ein star-map Generator, der direkt SVG ausgibt, oder ein eigener Plot: Sterne als Kreise (Radius abhängig von Magnitude) und Sternbildlinien als dünne Pfade. Ziel: Einfarbige Vektor-Ebenen: (1) Sterne (Punkte), (2) Linien, (3) Text (Ort/Datum/Uhrzeit/Satz), (4) Außenkreis/Rand.
- Text: Verwende eine gut gravier-/druckbare Schrift (z.B. Montserrat, Futura, Source Sans). Keine ultradünnen Serifen bei 0,4-mm-Düse.
- Mindeststrichstärke für Linien im Druck: 0,6–0,8 mm (damit mindestens 2 Linienbahnen entstehen).
- Sterne als Relief: kleinster Punkt-Durchmesser sinnvoll 0,8–1,0 mm; größere Sterne 1,6–2,4 mm.
3D-Modell aufbauen (Relief-Map)
120–240 minIn CAD (Fusion 360/Onshape/FreeCAD) oder in Blender: Erzeuge eine Grundscheibe Ø200 mm, Dicke 6–8 mm. Importiere SVG: extrudiere Sterne als Zylinderkuppeln/kleine Domes (Höhe 1,0–2,2 mm je nach Helligkeit), Linien als flache Erhebung (0,6–1,2 mm hoch), Text als erhabene Schrift (0,6–1,0 mm) oder vertieft (0,4–0,8 mm) – vertieft ist drucksicherer, erhaben wirkt edler, ist aber empfindlicher. Ergänze optional: rückseitige Aufhängung (Schlüsselloch) oder Magnettaschen. Optional Standfuß: Nut/Feder oder Steckzapfen (z.B. 8 mm Zapfen, 0,2–0,3 mm Spiel).
- Wenn du erhabenen Text machst: Buchstabenstegbreite min. 0,6–0,8 mm einhalten.
- Für ruhige Optik: Reliefhöhen klein halten (max. ~2,5 mm), sonst wirkt es technisch statt poetisch.
- Schlüsselloch: Druckrichtung so planen, dass keine kritischen Überhänge entstehen (ggf. zweiteilig: Rückplatte separat).
Slicing & Druckeinstellungen (Qualität vor Geschwindigkeit)
30–60 min (inkl. Test-Preview)Slicen mit Fokus auf feine Details: 0,12–0,16 mm Layerhöhe für saubere Sterne/Schrift. Perimeter 3–4, Top/Bottom 5–7 Layer. Infill 10–15% (Gyroid) reicht bei 6–8 mm Grundplatte; wenn du sehr plan willst, 15–20%. Ironing (Bügeln) kann die Oberfläche glätten, erhöht aber Druckzeit. Bei PETG: langsamere Außenwände, wenig/kein Lüfter je nach Setup, Stringing-Test vorher. Bei PLA: 205–215°C Düse, 60°C Bett (Richtwerte).
- Mach einen 60x60-mm Testdruck mit Sternen+Text, bevor du den 200-mm Druck startest.
- Aktiviere "Arachne"/variable Linienbreite, falls verfügbar – hilft bei dünnen Linien und Text.
- Plane Naht (Seam) nach hinten/unauffällig, sonst entstehen "Pickel" auf der Front.
3D-Druck (Hauptteil + optional Standfuß)
7–13 hDrucke die Scheibe flach auf dem Bett. Ein sauber geleveltes Bett ist entscheidend, damit die Front nicht leidet. Optional: Standfuß separat drucken (für bessere Optik und weniger Stützstrukturen). Druckzeit für Ø200 mm bei 0,16 mm Layer liegt typischerweise bei 6–10 Stunden (je nach Reliefdichte und Top-Layern). Standfuß zusätzlich 1–3 Stunden.
- Brim (5–8 mm) reduziert Warping bei PETG/PLA großen Scheiben.
- Wenn dein Drucker zu "Elefantenfuß" neigt: erste Schicht horizontal expansion/Elephant foot compensation nutzen, sonst passt der Standfuß nicht.
- Für zweifarbig ohne AMS/MMU: Filamentwechsel bei definierter Höhe (z.B. ab Beginn der Sterne/Schrift) – vorher in der Vorschau prüfen.
Nachbearbeitung (Entgraten, Schleifen, optional Lack)
60–150 min (mit Trocknungszeiten 3–12 h verteilt)Entferne Brim, entgrate Kanten. Leichtes Schleifen der Seiten (240→400). Wenn du lackierst: entfetten, Filler-Primer dünn, 15–20 min, leicht schleifen, dann 1–2 dünne Lackschichten. Akzente: Sterne/Schrift mit Marker trocken hervorheben oder Trockenbürsten (wenig Farbe, mehrere leichte Züge).
- Nicht zu aggressiv schleifen auf der Front: Sterne/Schrift verlieren schnell Kontur.
- Bei Akzentfarbe: erst an der Rückseite testen (Marker können auf Lack ausbluten).
- Matte Oberfläche wirkt hochwertiger und "still" – Hochglanz betont Layerlinien.
Montage & Qualitätscheck
30–60 minMontiere Standfuß (stecken/kleben) oder setze Aufhängung ein. Prüfe Planlage (Scheibe darf nicht kippeln), Lesbarkeit von Text und ob Sterne/Linien sauber sind. Verpacke mit Schutzpapier (kein direkter Kontakt von Lack zu Folie, falls frisch lackiert).
- Wenn die Scheibe minimal verzogen ist: vorsichtig erwärmen (Heißluft niedrig) und zwischen zwei ebenen Platten abkühlen lassen.
- Ein kleines Echtheitskärtchen mit Ort/Koordinaten + Hinweis auf verwendete Zeitzone wertet stark auf.
Markt & Machbarkeit
79–149 € (Ø200 mm, personalisiert). Zweifarbig + Premium-Finish/Standfuß eher 119–179 €.
ca. 8–15 € Basis; 14–28 € mit Lack/Zweitfarbe/Akzenten.
Ca. 55–130 € (stark abhängig davon, ob CAD/Datenaufbereitung als Designleistung eingepreist wird).
70%8–14 h (davon 1–2 h echte Hands-on-Zeit nach dem Druck; Rest Druck/Trocknung).
Nein
Hoch
Hoch