Puzzle-Schatzbox mit Geheimfach und Code
Eine 3D-gedruckte Box, die sich nur über eine kleine Dreh- oder Schiebe-Mechanik öffnen lässt – inklusive Zahlen- oder Symbolcode (z.B. Geburtsdatum). Ideal, um Geldgeschenk, Gutschein oder eine kleine Botschaft spannend zu verpacken.
Produktansichten
Technische Daten
Personalisierungsoptionen
Benötigte Materialien
PLA oder PETG Filament 1,75 mm
ca. 250–350 g
6–10 € (bei 24–30 €/kg)
Neodym-Magnete 6x3 mm (N35/N42)
4–8 Stück
2–5 €
Druckfeder klein (optional, für Rastmechanik)
1–2 Stück
0,50–2 €
M3 Schrauben + Muttern (optional, falls mechanisch verschraubt statt Snapfits)
4–8 Sets
1–3 €
PTFE-Trockenschmiermittel oder Graphit (optional)
ein paar Sprühstöße / Abrieb
2–6 € (anteilig)
Sekundenkleber oder 2K-Epoxy (optional, nur für Magnete/Insert)
wenige Tropfen
0,50–2 € (anteilig)
Acryl- oder Holzplakette 60 x 20 x 3 mm (optional für Lasergravur)
1 Stück
1–3 €
Benötigte Werkzeuge
- 3D-Drucker (FDM), 0,4 mm Düse empfohlen; Bauraum min. 150 x 150 x 150 mm (oder Teile gesplittet) حسب Design.
- Slicer (PrusaSlicer/Cura/Bambu Studio)
- Entgrater/Cutter, Feilen-Set
- Schleifpapier 240/400/600
- Pinzette + kleiner Schraubendreher (Magnete einsetzen) optional
- Messschieber (Toleranzen prüfen)
- Optional: Laser (für Plakette) oder Lackstift für Zahlen optional
Schritt-für-Schritt Anleitung
Schwierigkeitsgrad: Profi
Mechanik-Konzept festlegen (Code-Logik)
30–60 minEntscheide dich für eine robuste, druckfreundliche Mechanik. Bewährt für „hard“-Puzzleboxen ist ein 4-Ring-Zahlencode: Vier Dreh-Ringe mit Aussparungen müssen auf die richtige Position, damit ein interner Schieber (Riegel) durchlaufen kann. Alternative: 3–5 Schiebeplättchen mit Symbolen, die Nuten freigeben. Plane: (a) Hauptfach mit Schiebedekel oder Lift-Deckel, (b) verstecktes Fach, das erst nach Öffnen des Hauptfachs zugänglich ist oder umgekehrt.
- Für hohe Erfolgsquote: 4-Ring-Zahlencode + linearer Riegel ist am zuverlässigsten.
- Baue einen „Falschcode“-Stop ein (kleiner Anschlag), damit sich nichts mit Gewalt öffnen lässt.
- Geheimfach nicht zu dünn auslegen: 8 mm Höhe sind realistisch (Papierstreifen/kleine Nachricht).
CAD/Download & Anpassung der Dateien
90–180 minEntweder du konstruierst in Fusion 360/Onshape oder nutzt ein bewährtes Puzzlebox-Design als Basis und passt nur Ringe/Code an. Wichtige Bauteile: Boxkörper, Deckel/Schieber, 4 Code-Ringe, Achse/Träger, Riegel-Schieber, Endkappen/Stops, Geheimfach-Schieber, ggf. Magnetkappen. In CAD: Gleitpassungen einplanen (siehe Toleranzen) und Fasen an Einführkanten (0,5–1 mm) für leichteres Montieren.
- Für PETG alle Gleitspalte +0,1 mm größer als bei PLA (PETG neigt zum „Kleben“).
- Vermeide lange, dünne Snapfits: lieber Magnet-Snap oder Schraubkappe, sonst Bruchgefahr.
- Zahlen/Symbole als erhabenes Relief (0,6–0,8 mm) sind nach dem Druck gut lesbar und lassen sich farblich auslegen.
Druckeinstellungen festlegen (Stabilität + Präzision)
20–40 minSlicer-Setup: 0,2 mm Layer (für sehr saubere Ringe 0,16 mm), 4–6 Perimeter, Top/Bottom 5–7 Schichten. Infill 15–25% (Gyroid/Cubic). Für mechanische Teile (Riegel, Achsen) lieber 30–40% oder mehr Perimeter statt viel Infill. Unterstützungen nur dort, wo unvermeidbar (z.B. verdeckte Kavitäten); besser: Design so orientieren, dass Nuten/Schienen ohne Support druckbar sind.
- Elephant Foot kompensieren (Slicer) oder erste Schicht minimal reduzieren, sonst klemmen Schieber.
- Ringe möglichst stehend drucken (bessere Rundheit/Passung), aber auf Haftung achten (Brim).
- Für leise/saubere Mechanik: Außenwände langsam (30–45 mm/s), Beschleunigung moderat.
3D-Druck der Einzelteile
4–6,5 h (Druckzeit, parallel zu anderer Arbeit möglich)Drucke die Teile in sinnvollen Gruppen: (1) Boxkörper (längster Print), (2) Deckel/Schieber + Riegel, (3) Code-Ringe + Achse/Stops, (4) Geheimfach-Schieber/Blende. Je nach Drucker und Layerhöhe kommt man realistisch auf mehrere Druckjobs. Plane Nachdruck-Puffer für 1–2 Teile (typisch: ein Ring oder Schieber).
- Boxkörper mit sichtbarer Außenseite nach oben/außen orientieren (beste Oberfläche).
- Wenn du PETG nutzt: Lüfter geringer (20–40%), sonst spröde Layerhaftung vermeiden.
- Bei Multi-Color (Zahlen kontrastierend): Pause/Filamentwechsel bei der Zahlenhöhe einplanen.
Nachbearbeitung der Gleitflächen & Passprobe
30–60 minEntferne Stringing/Grate und teste alle Gleitstellen trocken: Ring auf Achse, Riegel in Führung, Deckel/Schieber in Schienen. Klemmt es: nur an den Kontaktstellen leicht schleifen (240→400). Danach reinigen (Staub raus). Optional minimal Graphit/PTFE auf Schienen (nicht zu viel, sonst schmiert es sichtbar).
- Nicht „alles“ schleifen: gezielt die Klemmpunkte markieren (Filzstift) und punktuell abtragen.
- Ringe müssen frei drehen, aber ohne merkliches Wackeln – sonst wird der Code „unsauber“.
- Wenn es zu locker ist: dünner Lackfilm oder ein Streifen transparentes Tape an einer Führung kann Spiel kompensieren (Notlösung).
Magnete/Federn einsetzen (optional)
15–30 minSetze Neodym-Magnete in vorgesehene Taschen ein (Pressfit oder mit winzigem Tropfen CA/2K). Achte strikt auf Polung: am besten vorab ein „Master“-Magnet markieren und immer gleich ausrichten. Federn nur verwenden, wenn die Konstruktion dafür ausgelegt ist (z.B. Rastkugel-ähnlicher Stift).
- Magnete erst nach Passprobe kleben – sonst wird Nacharbeit riskant.
- Bei Pressfit: Magnettasche 0,1–0,2 mm kleiner modellieren; bei Klebung: 0,1–0,2 mm größer.
- CA kann „ausblühen“ (weißer Schleier) – daher innen kleben oder Epoxy nutzen.
Endmontage & Code-Set (Geburtsdatum etc.)
30–75 minMontiere die Mechanik in Reihenfolge: Achse/Träger → Code-Ringe (in gewünschter Reihenfolge) → Stops/Endkappen → Riegel-Schieber → Deckel. Stelle den Code ein: Ringe in „Open“-Position bringen und dann die Zahlenmarkierung so ausrichten, dass außen dein gewünschter Code angezeigt wird, während intern die Aussparungen fluchten (je nach Design). Abschließend mehrfach testen: falsche Kombinationen dürfen nicht zufällig öffnen.
- Dokumentiere den finalen Code (Foto) bevor du die Endkappen final schließt.
- Baue einen „Servicezugang“ ein (z.B. verdeckte Schraube), falls später ein Ring klemmt.
- Für Geschenk: separaten Hinweis beilegen (Rätsel/Anleitung in 1–2 Sätzen).
Personalisierung & Finish (optional, aber wertig)
20–60 minZahlen/Symbole mit Lackstift auslegen oder Plakette (Acryl/Holz) lasern und einkleben. Für Premium-Look: zweifarbiger Druck (Body dunkel, Ringe hell) oder ein Akzentdeckel. Abschließend Reinigung, Funktionscheck und „Gängigkeit“ über 20–30 Zyklen einlaufen lassen.
- Lackstift erst nach Testläufen, sonst reibt er sich an Kanten ab.
- Eine kleine Filz-Einlage im Innenfach verhindert Klappern von Geld/Gutschein.
- Bei PLA kann ein dünner Klarlack die Haptik verbessern, aber Gleitflächen aussparen.
Markt & Machbarkeit
45–85 € (Standard 4-Ziffern-Code, 1–2 Farben). Mit Laserplakette/hochwertigem Finish: 70–110 €.
10–22 € typisch (je nach Magneten/Plakette).
ca. 35–70 € vor Abzug von Maschinenverschleiß/Fehldrucken/Overhead. Bei 75 € VK und 16 € Material: ~59 € Deckungsbeitrag.
65%5–8 h pro Unikat (bei vorhandenen Dateien eher 3,5–6 h). Druckzeit dominiert; aktive Handarbeit ca. 2–3,5 h.
Nein
Hoch
Mittel