CNC-Flaschenöffner aus Holz mit Finger-Mulde
Ein ergonomischer Flaschenöffner aus Hartholz mit sauber gefräster Griffmulde und Initialen als vertieftes Monogramm. Ein kleines, robustes Alltagsgeschenk, das sich jedes Mal „richtig persönlich“ anfühlt.
Technische Daten
Personalisierungsoptionen
Benötigte Materialien
Esche- oder Eiche-Holzrohling (z.B. 150 x 45 x 20 mm, trocken, gerade)
1 Stück
2,50–5,00 €
Metall-Flaschenöffner-Einsatz (Einlassöffner, z.B. 50–55 mm, Edelstahl/verchromt)
1 Stück
0,80–2,00 €
Holzöl (Hartwachsöl oder Leinöl-Firnis)
ca. 5–10 ml
0,30–0,80 €
Schrauben für Einsatz (meist 2x Senkkopf, 3x12–3x16 mm) – falls nicht beiliegend
2 Stück
0,10–0,30 €
Schleifpapier (Körnung 120/180/240/320)
je 1 Blatt oder Streifen
0,50–1,50 €
Sekundenkleber oder Holzleim (optional, zur Sicherung des Einsatzes)
1–2 Tropfen
0,05–0,20 €
Benötigte Werkzeuge
- CNC-Fräse (z.B. 3018/6040/Shapeoko) + Absaugung/Staubmanagement (empfohlen) / Alternativ: Frästisch mit Schablone (wenn keine CNC)? optional
- Spannmittel: Opferplatte (MDF), Schrauben/Spanner oder doppelseitiges CNC-Klebeband + Anschläge optional
- Fräser: 6 mm Spiralnutfräser (Roughing/Contour), 3 mm Spiralnutfräser (Detail), 60° V-Bit oder 2–3 mm Flat für Monogramm optional
- Senker / Bohrer passend zu Schrauben (z.B. 2,5–3 mm Vorbohrer) optional
- Schleifklotz oder Exzenterschleifer optional
- Entgrater/Feile, optional Bündigfräser (nur wenn hybrid gearbeitet wird) optional
- Tuch/Lappen fusselfrei, Einweghandschuhe optional
Schritt-für-Schritt Anleitung
Schwierigkeitsgrad: Anfänger
Design & Maße festlegen
10–20 minKörperform anlegen (z.B. 145 x 40 mm mit weichen Radien R8–R12). Position für Einsatz definieren: am Kopfende ca. 20–25 mm Abstand zur Stirn, mittig in der Breite. Griffmulde: ellipsenförmig oder „Daumenmulde“ auf einer Seite (für Rechtshänder typischerweise links, wenn Öffnerkopf oben). Monogramm als Pocket (0,8–1,5 mm) oder V-Carve auf der Oberseite.
- Einsatz vorher vermessen (Außenmaß, Lochabstand, Einlasstiefe). Herstellerangaben sind oft ungenau.
- Für sauberes Monogramm Strichstärke im CAD nicht zu fein wählen; Pocket-Buchstaben min. 1,2–1,5 mm Stegbreite.
Holz vorbereiten (Rohling)
10–15 minRohling auf Maß zuschneiden (z.B. 150 x 45 x 20 mm) und eine Referenzfläche plan schleifen. Holzmaserung beachten: längs zur Griffachse wirkt stabiler. Rohling auf Opferplatte spannen (Klebeband+CA oder Schraubspanner). Nullpunkt an einer Ecke oder mittig setzen.
- Bei Eiche: auf Ausrisse an der Stirnseite achten – ggf. späteren Konturschnitt als letzten Schritt machen.
- Holzfeuchte ideal 8–12 %; zu feuchtes Holz verzieht sich nach dem Fräsen.
Monogramm fräsen (vertieft)
8–15 minMonogramm zuerst fräsen, solange das Teil vollflächig gespannt ist. Pocket-Strategie: 2–3 mm Fräser, Tiefe 1,0–1,2 mm, Zustellung 0,5–0,8 mm. Alternativ V-Carve mit 60° V-Bit, max. Tiefe ~1,2 mm für gute Lesbarkeit.
- Für scharfe Kanten: kleinen Fräser nehmen und mit Schlichtgang arbeiten.
- Faserverlauf berücksichtigen: Bei Pocket-Buchstaben ggf. ‘conventional finishing’ testen, reduziert Ausrisse an Kanten.
Griffmulde fräsen
15–25 min3D- oder 2.5D-Tasche: z.B. 28–32 mm lang, 18–22 mm breit, 3–4 mm tief, mit weichen Übergängen (Ballnose 6 mm oder 3D-Strategie). Bei 2.5D geht auch eine flache Tasche mit großem Radius und anschließendem Handschliff für organische Haptik.
- Ballnose 6 mm: Schruppen mit 40–50 % Stepover, Schlichten mit 10–15 % für weniger Rillen.
- Mulde nicht zu tief: 3–4 mm reicht ergonomisch und lässt genug Materialstärke.
Einlass für Metallöffner-Einsatz fräsen/bohren
15–25 minJe nach Einsatztyp: (A) flache Tasche für Einlassöffner (z.B. 2,0–3,0 mm tief) plus Schraublöcher; oder (B) Durchbruch-/Halbtasche, wenn der Einsatz eine Nase/Einrastung hat. Tasche mit 3–6 mm Fräser, anschließend Schraublöcher vorbohren (2,5–3 mm) und ggf. senken.
- Teststück machen: Einlass muss stramm sitzen, aber ohne Gewalt – Holz arbeitet.
- Schraublöcher immer vorbohren (Eiche reißt sonst leicht).
Außenkontur fräsen & Kanten verrunden
15–25 minKontur ausfräsen: mit Tabs oder Onion-Skin (0,5–1 mm stehen lassen) und danach final trennen. Danach Kanten verrunden: entweder mit CNC (3D-Radius) oder per Hand schleifen (R2–R4 angenehm).
- Onion-Skin gibt die saubersten Kanten, besonders bei Eiche. Danach mit Cutter lösen und plan schleifen.
- Tabs so setzen, dass sie nicht an Sichtkanten (Griffmulde/Monogramm) sitzen.
Schleifen (Haptik-Finish)
20–30 minSchleifen in Stufen: 120 → 180 → 240 (optional 320). Griffmulde besonders sorgfältig (Fingerkontaktzone). Kanten leicht brechen, bis sich alles „weich“ anfühlt. Staub gründlich entfernen (Pinsel + Tuch).
- In der Mulde hilft ein Stück Schleifpapier um einen Radiergummi/Schlauch gewickelt.
- Eiche kann beim Schleifen dunkle Poren zeigen – sauber entstauben, sonst ‘schmiert’ Öl den Staub in die Poren.
Ölen & Montage
20–30 min + TrockenzeitÖl dünn auftragen (Lappen), 10–15 min einziehen lassen, Überschuss komplett abnehmen. Nach 2–4 h ggf. zweite dünne Schicht (besser als eine dicke). Metallöffner einsetzen, verschrauben; optional einen Tropfen CA/Leim unter den Einsatz gegen Klappern. Aushärten lassen (je nach Öl 12–24 h grifffest, voll belastbar 2–7 Tage).
- Überschussöl immer abnehmen, sonst klebrige Stellen.
- Öllappen wegen Selbstentzündungsgefahr ausgebreitet trocknen oder in Metallbehälter mit Wasser lagern.
Markt & Machbarkeit
18–29 € (Standard-Holz + Monogramm), 24–39 € (Premium-Holz/Räuchereiche + Kontrastfüllung/Datum)
Ca. 4,25–9,00 €
Ca. 14–30 € Deckungsbeitrag vor Maschinen-/Shopkosten und Lohn (abhängig von Preis und Materialwahl)
55%Ca. 1,5–2,5 h aktiv (bei Serienfertigung 30–50 min/Stück aktiv + Trockenzeiten parallel)
Ja
Hoch
Hoch