CNC-Flaschenöffner aus Holz mit Finger-Mulde

CNC-Flaschenöffner aus Holz mit Finger-Mulde

Ein ergonomischer Flaschenöffner aus Hartholz mit sauber gefräster Griffmulde und Initialen als vertieftes Monogramm. Ein kleines, robustes Alltagsgeschenk, das sich jedes Mal „richtig persönlich“ anfühlt.

0
Schwierigkeit Einfach
Zeitaufwand
Aktivzeit ca. 1,5–2,5 Stunden (inkl. Schleifen), plus Öl-Trockenzeit
Verkaufspreis
18–29 € (Standard-Holz + Monogramm), 24–39 € (Premium-Holz/Räuchereiche + Kontrastfüllung/Datum)
Marge 55%

Technische Daten

Abmessungen
Ca. 145 mm (L) x 40 mm (B) x 18 mm (H) – handlich für Schlüsselbrett/Schublade, genug Hebel für Kronkorken
Gewicht
Ca. 70–95 g (je nach Holzart und Feuchte; Eiche etwas schwerer als Esche)
Material
Holzkörper 18 mm (alternativ 20 mm, dann stärkeres Abrunden möglich). Griffmulde: ca. 3–4 mm tief. Monogramm vertieft: 0,8–1,5 mm.
Oberfläche
CNC-Fräsen + Kanten verrunden, fein schleifen (bis 240/320), Ölfinish (Hartwachsöl oder Leinöl-Firnis), optional Zwischenschliff 400 für seidigere Haptik

Personalisierungsoptionen

Initialen/Monogramm als vertiefte Tasche (Pocket) oder V-Carve Datum/Koordinaten auf Rückseite (graviert oder gefräst) Kontrastfüllung der Initialen (z.B. schwarzes Wachs/Harz) Holzart variieren (Nussbaum, Buche, Räuchereiche) Aufhängeloch (6–8 mm) oder Lederband-Öse Linkshänder-/Rechtshänder-Mulde spiegeln

Benötigte Materialien

Esche- oder Eiche-Holzrohling (z.B. 150 x 45 x 20 mm, trocken, gerade)

1 Stück

2,50–5,00 €

Metall-Flaschenöffner-Einsatz (Einlassöffner, z.B. 50–55 mm, Edelstahl/verchromt)

1 Stück

0,80–2,00 €

Holzöl (Hartwachsöl oder Leinöl-Firnis)

ca. 5–10 ml

0,30–0,80 €

Schrauben für Einsatz (meist 2x Senkkopf, 3x12–3x16 mm) – falls nicht beiliegend

2 Stück

0,10–0,30 €

Schleifpapier (Körnung 120/180/240/320)

je 1 Blatt oder Streifen

0,50–1,50 €

Sekundenkleber oder Holzleim (optional, zur Sicherung des Einsatzes)

1–2 Tropfen

0,05–0,20 €

Gesamtkosten Ca. 4,25–9,00 € pro Stück (je nach Einsatzqualität und Holzpreis)

Benötigte Werkzeuge

  • CNC-Fräse (z.B. 3018/6040/Shapeoko) + Absaugung/Staubmanagement (empfohlen) / Alternativ: Frästisch mit Schablone (wenn keine CNC)? optional
  • Spannmittel: Opferplatte (MDF), Schrauben/Spanner oder doppelseitiges CNC-Klebeband + Anschläge optional
  • Fräser: 6 mm Spiralnutfräser (Roughing/Contour), 3 mm Spiralnutfräser (Detail), 60° V-Bit oder 2–3 mm Flat für Monogramm optional
  • Senker / Bohrer passend zu Schrauben (z.B. 2,5–3 mm Vorbohrer) optional
  • Schleifklotz oder Exzenterschleifer optional
  • Entgrater/Feile, optional Bündigfräser (nur wenn hybrid gearbeitet wird) optional
  • Tuch/Lappen fusselfrei, Einweghandschuhe optional

Schritt-für-Schritt Anleitung

Schwierigkeitsgrad: Anfänger

1

Design & Maße festlegen

10–20 min

Körperform anlegen (z.B. 145 x 40 mm mit weichen Radien R8–R12). Position für Einsatz definieren: am Kopfende ca. 20–25 mm Abstand zur Stirn, mittig in der Breite. Griffmulde: ellipsenförmig oder „Daumenmulde“ auf einer Seite (für Rechtshänder typischerweise links, wenn Öffnerkopf oben). Monogramm als Pocket (0,8–1,5 mm) oder V-Carve auf der Oberseite.

Tipps:
  • Einsatz vorher vermessen (Außenmaß, Lochabstand, Einlasstiefe). Herstellerangaben sind oft ungenau.
  • Für sauberes Monogramm Strichstärke im CAD nicht zu fein wählen; Pocket-Buchstaben min. 1,2–1,5 mm Stegbreite.
2

Holz vorbereiten (Rohling)

10–15 min

Rohling auf Maß zuschneiden (z.B. 150 x 45 x 20 mm) und eine Referenzfläche plan schleifen. Holzmaserung beachten: längs zur Griffachse wirkt stabiler. Rohling auf Opferplatte spannen (Klebeband+CA oder Schraubspanner). Nullpunkt an einer Ecke oder mittig setzen.

Tipps:
  • Bei Eiche: auf Ausrisse an der Stirnseite achten – ggf. späteren Konturschnitt als letzten Schritt machen.
  • Holzfeuchte ideal 8–12 %; zu feuchtes Holz verzieht sich nach dem Fräsen.
3

Monogramm fräsen (vertieft)

8–15 min

Monogramm zuerst fräsen, solange das Teil vollflächig gespannt ist. Pocket-Strategie: 2–3 mm Fräser, Tiefe 1,0–1,2 mm, Zustellung 0,5–0,8 mm. Alternativ V-Carve mit 60° V-Bit, max. Tiefe ~1,2 mm für gute Lesbarkeit.

Tipps:
  • Für scharfe Kanten: kleinen Fräser nehmen und mit Schlichtgang arbeiten.
  • Faserverlauf berücksichtigen: Bei Pocket-Buchstaben ggf. ‘conventional finishing’ testen, reduziert Ausrisse an Kanten.
4

Griffmulde fräsen

15–25 min

3D- oder 2.5D-Tasche: z.B. 28–32 mm lang, 18–22 mm breit, 3–4 mm tief, mit weichen Übergängen (Ballnose 6 mm oder 3D-Strategie). Bei 2.5D geht auch eine flache Tasche mit großem Radius und anschließendem Handschliff für organische Haptik.

Tipps:
  • Ballnose 6 mm: Schruppen mit 40–50 % Stepover, Schlichten mit 10–15 % für weniger Rillen.
  • Mulde nicht zu tief: 3–4 mm reicht ergonomisch und lässt genug Materialstärke.
5

Einlass für Metallöffner-Einsatz fräsen/bohren

15–25 min

Je nach Einsatztyp: (A) flache Tasche für Einlassöffner (z.B. 2,0–3,0 mm tief) plus Schraublöcher; oder (B) Durchbruch-/Halbtasche, wenn der Einsatz eine Nase/Einrastung hat. Tasche mit 3–6 mm Fräser, anschließend Schraublöcher vorbohren (2,5–3 mm) und ggf. senken.

Tipps:
  • Teststück machen: Einlass muss stramm sitzen, aber ohne Gewalt – Holz arbeitet.
  • Schraublöcher immer vorbohren (Eiche reißt sonst leicht).
6

Außenkontur fräsen & Kanten verrunden

15–25 min

Kontur ausfräsen: mit Tabs oder Onion-Skin (0,5–1 mm stehen lassen) und danach final trennen. Danach Kanten verrunden: entweder mit CNC (3D-Radius) oder per Hand schleifen (R2–R4 angenehm).

Tipps:
  • Onion-Skin gibt die saubersten Kanten, besonders bei Eiche. Danach mit Cutter lösen und plan schleifen.
  • Tabs so setzen, dass sie nicht an Sichtkanten (Griffmulde/Monogramm) sitzen.
7

Schleifen (Haptik-Finish)

20–30 min

Schleifen in Stufen: 120 → 180 → 240 (optional 320). Griffmulde besonders sorgfältig (Fingerkontaktzone). Kanten leicht brechen, bis sich alles „weich“ anfühlt. Staub gründlich entfernen (Pinsel + Tuch).

Tipps:
  • In der Mulde hilft ein Stück Schleifpapier um einen Radiergummi/Schlauch gewickelt.
  • Eiche kann beim Schleifen dunkle Poren zeigen – sauber entstauben, sonst ‘schmiert’ Öl den Staub in die Poren.
8

Ölen & Montage

20–30 min + Trockenzeit

Öl dünn auftragen (Lappen), 10–15 min einziehen lassen, Überschuss komplett abnehmen. Nach 2–4 h ggf. zweite dünne Schicht (besser als eine dicke). Metallöffner einsetzen, verschrauben; optional einen Tropfen CA/Leim unter den Einsatz gegen Klappern. Aushärten lassen (je nach Öl 12–24 h grifffest, voll belastbar 2–7 Tage).

Tipps:
  • Überschussöl immer abnehmen, sonst klebrige Stellen.
  • Öllappen wegen Selbstentzündungsgefahr ausgebreitet trocknen oder in Metallbehälter mit Wasser lagern.

Markt & Machbarkeit

Verkaufspreis

18–29 € (Standard-Holz + Monogramm), 24–39 € (Premium-Holz/Räuchereiche + Kontrastfüllung/Datum)

Materialkosten

Ca. 4,25–9,00 €

Marge

Ca. 14–30 € Deckungsbeitrag vor Maschinen-/Shopkosten und Lohn (abhängig von Preis und Materialwahl)

55%
Produktionszeit

Ca. 1,5–2,5 h aktiv (bei Serienfertigung 30–50 min/Stück aktiv + Trockenzeiten parallel)

Anfängergeeignet

Ja

Marktnachfrage

Hoch

Wettbewerb

Hoch

Suchbegriffe

Weitere Ideen aus dieser Kategorie