Keksstempel aus Holz „Plätzchen mit Namen“

Keksstempel aus Holz „Plätzchen mit Namen“

Ein gravierter Holzstempel, der Butterkekse oder Mürbeteig mit Namen, Initialen oder einem Mini-Motiv verziert. Persönlicher wird die Plätzchenbox nicht – ideal als kleines, aber besonderes Weihnachtsgeschenk.

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Schwierigkeit Mittel
Zeitaufwand
ca. 1–2 Stunden aktive Arbeitszeit (+ Öl-/Leim-Trockenzeiten, ideal über Nacht aushärten)
Verkaufspreis
18–29 € (Einzelstempel personalisiert, inkl. Pflegehinweis/kleiner Verpackung). Set (2 Namen) 32–49 €
Marge 55%

Technische Daten

Abmessungen
Stempelkopf: Ø 55 mm (rund) oder 55 x 55 mm (quadratisch), Höhe 18–20 mm; Griff: Ø 25–30 mm, Höhe 55–65 mm; Gesamt: ca. 75–85 mm hoch
Gewicht
ca. 70–110 g (je nach Holzart und Griff-Design)
Material
Hartholz (Buche/Ahorn): Stempelkopf aus 20 mm Leimholz/Massivholz; Gravurtiefe/Relief: 1,2–1,8 mm (optimal für Mürbeteig)
Oberfläche
Kanten leicht brechen/entgraten, fein schleifen (bis Korn 240–320), anschließend 2 dünne Schichten lebensmittelechtes Öl (z.B. Leinölfirnis für Spielzeug/Arbeitsplattenöl nach DIN EN 71-3) oder reines Walnussöl; optional: Griff verleimen (D3/D4), Überstände nachschleifen

Personalisierungsoptionen

Name (z.B. „LENA“) in Blockschrift oder Script (einfach lesbar) Initialen + Kranz/Schneeflocke/Stern Mini-Motiv (Tanne, Rentier, Herz) + Jahr Rahmen (Kreis, Wellenrand) für sauberen Abdruck Set-Option: 3–5 Mini-Stempel (Ø 30 mm) statt 1 großer

Benötigte Materialien

Buchenholz/Ahornholz Zuschnitt 70 x 70 x 20 mm (Stempelkopf)

1 Stück

1,50–3,00 €

Buchen-Rundstab Ø 30 mm (Griff) oder fertiger Holzknauf

ca. 70 mm Länge

0,80–2,50 €

Holzleim D3 (lebensmittelunbedenklich nach Aushärtung), z.B. Ponal Wasserfest/D3

ca. 5–10 g

0,10–0,30 €

Schleifpapier Körnung 120/180/240/320

je 1 Blatt (oder Reststücke)

0,50–1,50 €

Lebensmittelechtes Öl (Arbeitsplattenöl/Spielzeugöl oder Walnussöl)

ca. 5–10 ml

0,30–1,00 €

Masking Tape (zum Fixieren im Laser)

ca. 30–50 cm

0,05–0,15 €

Optional: lebensmittelechter Stempel-Finishwachs (sehr dünn)

2–3 g

0,20–0,60 €

Gesamtkosten ca. 3,50–8,50 € pro Stempel (bei Einzelstück; bei Serien eher 2,50–6,50 €)

Benötigte Werkzeuge

  • Lasergravierer (CO₂ 40–60 W empfohlen) oder Diode (10–20 W, mehr Durchgänge) + Absaugung/Luftassistenz sinnvoll für saubere Gravur in Buche/Ahorn)
  • CAD/Vektor-Software (Inkscape, Illustrator, LightBurn)
  • Schleifklotz oder Exzenterschleifer (optional) optional
  • Kleine Säge (Kappsäge/Feinsäge) für Zuschnitt (falls nötig) optional
  • Bohrmaschine + Forstnerbohrer (optional für Griff-Zapfen) oder Schleifhülse zum Anpassen optional
  • Schraubzwinge/Handzwinge (zum Verleimen) optional
  • Entgratmesser/Feile (klein) oder Kantenfräser (optional) optional
  • Pinsel/Lappen fusselfrei (Ölauftrag)
  • Messschieber/Lineal optional

Schritt-für-Schritt Anleitung

Schwierigkeitsgrad: Fortgeschritten

1

Design für „Negativ“-Stempel anlegen

15–25 min

Lege das Motiv als Vektordatei an. Wichtig: Ein Keksstempel ist ein Negativ/Relief – die Bereiche, die im Teig sichtbar „hoch“ bleiben sollen, dürfen nicht tief weggebrannt werden. Praktisch ist: Hintergrund gravieren, Schrift/Motiv als Insel stehen lassen. Mindestlinienbreite für stabile Stege: 1,2–1,5 mm; Mindestabstand zwischen Elementen: 1,0–1,5 mm. Schrift: eher fette Sans-Serif (z.B. Montserrat Bold) oder gut lesbare Script mit genug Strichstärke.

Tipps:
  • Spiegele das Design nicht – ein Stempel druckt bereits spiegelverkehrt auf den Teig? Nein: Der Stempel wird aufgedrückt, daher muss die Schrift im Design normal lesbar sein; nur wenn du über eine Transferfolie arbeitest, wäre Spiegeln relevant.
  • Vermeide zu feine Serifen und Innenräume unter 1 mm (setzen sich mit Teig zu).
  • Plane einen umlaufenden Rand (0,8–1,2 mm hoch), der den Abdruck sauber begrenzt.
2

Holz vorbereiten (Stempelkopf)

10–20 min

Schneide ein Stück Buche/Ahorn auf ca. 70 x 70 x 20 mm (oder Ø 55–60 mm Rundling). Schleife die spätere Stempelfläche plan bis Korn 180 (nicht zu fein vor der Gravur, sonst kann es mehr schmauchen). Kanten leicht brechen, damit nichts splittert.

Tipps:
  • Ahorn graviert oft etwas sauberer als Buche (weniger ausgeprägte Poren).
  • Wenn du Leimholz nutzt: Achte darauf, dass keine Leimfuge direkt im Motivbereich liegt.
3

Laser-Setup & Testgravur

20–45 min

Fixiere das Werkstück absolut plan (Tape oder Spannpratzen). Fokussiere exakt auf Oberfläche. Mache eine kleine Testgravur (z.B. 10 x 10 mm) zur Tiefenkontrolle. Ziel: 1,2–1,8 mm Gravurtiefe, saubere Stege ohne Verkohlung. Danach final gravieren: erst Konturen/Schrift (fein), dann Flächenabtrag (Raster) als Hintergrund.

Tipps:
  • CO₂-Laser: lieber 2–3 Durchgänge mit moderater Leistung als 1 Durchgang mit maximaler Leistung – das reduziert Brandkanten.
  • Diode: mehrere Durchgänge + Air Assist, sonst wird’s schnell dunkel und „fusselig“.
  • Luftassistenz und gute Absaugung sind bei Buche wichtig, um Ruß auf den Stegen zu minimieren.
  • Lass mind. 2–3 mm Sicherheitsrand zum Werkstückrand.
4

Reinigen & Nacharbeiten der Gravur

10–20 min

Entferne Ruß mit einer weichen Bürste und leicht angefeuchtetem Tuch. Schleife nur sehr vorsichtig über die Stege (Korn 240), damit die Konturen nicht rund werden. Kontrolliere die Tiefen und ob irgendwo zu dünne Stege drohen zu brechen.

Tipps:
  • Nicht in die Vertiefungen schleifen – lieber mit Bürste/Pressluft reinigen.
  • Wenn die Stege leicht verbrannt sind: ganz leicht mit Scotch-Brite/feinem Vlies über die Oberfläche ziehen.
5

Griff herstellen und montieren

20–35 min (zzgl. Leim-Trockenzeit)

Option A (einfach): Rundstab Ø 30 mm auf 60–65 mm Länge schneiden, Kanten abrunden. Mittig auf den Stempelkopf leimen und mit Zwinge 20–30 min anpressen (oder nach Herstellerangabe). Option B (stabiler): Zapfen/Bohrung: 8–10 mm Zapfen am Griff + entsprechende Bohrung im Kopf, dann verleimen. Überschüssigen Leim sofort abwischen.

Tipps:
  • Bei reiner Flächenverleimung: Leimfläche anrauen (Korn 120–180) für bessere Haftung.
  • Griff leicht konisch/tailliert schleifen – liegt angenehmer in der Hand.
  • Leim mind. 1–2 Stunden vorsichtig handhaben; volle Festigkeit meist nach 24 h.
6

Endschliff & lebensmittelechtes Finish

15–25 min (zzgl. Trocknung/Aushärtung)

Nach dem Verleimen alles fein schleifen (Korn 240–320). Öl sehr dünn auftragen (auch in die gravierten Vertiefungen, aber nicht „füllen“), 10–15 min einziehen lassen, Überschuss komplett abnehmen. Nach 4–8 h zweite dünne Schicht. Gut aushärten lassen.

Tipps:
  • Zu viel Öl macht die Gravur „schmierig“ und kann Teig anhaften lassen – wirklich Überschuss abnehmen.
  • Walnussöl ist lebensmittelecht, kann aber bei sehr empfindlichen Personen (Nussallergie) relevant sein – im Zweifel Arbeitsplatten-/Spielzeugöl mit EN 71-3 verwenden.
  • Optional: Ein kurzer Probedruck in Knetmasse zeigt, ob Tiefe/Stege passen, ohne Teig zu verschwenden.
7

Test im Teig & Pflegehinweis beilegen

10–15 min

Teste mit Mürbeteig: Teig gut gekühlt, Oberfläche leicht bemehlen, Stempel kurz in Mehl drücken, dann gleichmäßig andrücken. Beilegekarte: „Nicht einweichen, nur feucht abwischen, gut trocknen lassen, gelegentlich nachölen“

Tipps:
  • Für saubere Abdrücke: Teig 3–4 mm dick, Stempel kurz mehlen, nicht hin- und herdrehen.
  • Nach Benutzung: mit weicher Bürste Mehlreste aus den Vertiefungen lösen.

Markt & Machbarkeit

Verkaufspreis

18–29 € (Einzelstempel personalisiert, inkl. Pflegehinweis/kleiner Verpackung). Set (2 Namen) 32–49 €

Materialkosten

ca. 3,50–8,50 €

Marge

ca. 14–22 € pro Stück (vor Arbeitszeit/Overhead); realistische Deckungsbeiträge bei 24 € VK und 5 € Material: ~19 €

55%
Produktionszeit

Aktiv 60–120 min; bei Serienfertigung (gleiches Rohmaß, nur Name variiert) ca. 25–45 min/Stück aktiv + Batch-Laserzeit

Anfängergeeignet

Nein

Marktnachfrage

Hoch

Wettbewerb

Hoch

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