CNC-gefräster Whisky-Nosing-Stand mit Glas- und Pipettenmulde
Ein stilvoller Stand für Whiskyglas und Wasserpipette, damit Papas Tasting-Ritual einen festen Platz bekommt. Mit eingravierter Lieblingssorte oder „Dad’s Dram“ wird’s zum persönlichen Bar-Upgrade.
Technische Daten
Personalisierungsoptionen
Benötigte Materialien
Nussbaum oder Eiche, trocken, gehobelt (Platte ca. 300 x 160 x 22mm)
1 Stück
12–22 €
Holzleim (optional, nur bei laminierten Rohlingen)
kleine Menge
0–2 € (anteilig)
Filzpunkte selbstklebend, 20–25mm, 2–3mm dick (schwarz/braun)
4–6 Stück
2–4 €
Hartwachsöl / Arbeitsplattenöl (z.B. Osmo TopOil, Clou, Rubio; anteilig)
ca. 10–20ml
1–3 € (anteilig)
Schleifpapier Körnung 120/180/240/320
je 1–2 Bögen
2–5 € (anteilig)
Farbpaste/Wachs zum Gravur-Auslegen (optional)
kleine Menge
1–3 € (anteilig)
Benötigte Werkzeuge
- CNC-Fräse (z.B. Shapeoko/Stepcraft/6040) + Spannmittel (Pratzen/Schraubstock oder Spoilboard mit Schrauben) तथा Nullpunkt-Setzen (Taster optional) optional
- CAM-Software (Fusion 360, VCarve, Estlcam o.ä.) optional
- Absaugung/Staubsauger + Gehörschutz/Schutzbrille optional
- Fräser: 6mm Spiral Upcut (Schruppen), 3mm Spiral/Downcut (Taschen/Finishing), 60° oder 90° V-Bit (Gravur), optional 6mm Kugelfräser (3D-Schale) oder 6mm Bowl/Surfacing-Bit für gleichmäßige Mulden optional
- Entgrater/Kantenfräser (R2–R3) oder Schleifklotz optional
- Zwingen, Winkel, Messschieber optional
- Pinsel/Tuch für Öl, fusselfreie Lappen optional
Schritt-für-Schritt Anleitung
Schwierigkeitsgrad: Fortgeschritten
Design festlegen (Glas & Pipette)
15–30 minZuerst das Zielglas bestimmen. Für ein typisches Glencairn: Fuß-Ø ca. 55–60mm. Plane eine Glas-Mulde als flache Tasche (z.B. Ø 70mm), damit der Fuß sauber geführt wird, aber das Glas leicht entnehmbar bleibt. Für die Pipette/Wasserpipette: Mulde als längliche Tasche (z.B. 125mm x 18mm, Tiefe 6–8mm) oder als runde Bohrung (Ø 10–12mm) + Rinne. Optional eine kleine Wasser-„Drop“-Mulde (Ø 35–45mm) für Mini-Glas/Fläschchen.
- Glas vorher messen: Fuß-Ø, ggf. leicht konisch. 5–10mm Spiel wirkt hochwertig und verhindert Klemmen.
- Pipetten-Mulde mit leichtem Radius an den Enden (z.B. R9) wirkt eleganter und fräst sauberer.
- Standfläche: mindestens 15–20mm Rand um Taschen, damit nichts ausbricht (v.a. bei Eiche).
Rohling vorbereiten & Ausrichtung bestimmen
20–40 minHolz zuschneiden (ca. 300 x 160mm Rohmaß), Kanten grob brechen, Maserung schön ausrichten (Frontkante = Sichtkante). Falls Holz leicht verzogen: kurz abrichten/hobeln oder auf Spoilboard plan verschrauben und per Surfacing-Job eine Seite planfräsen.
- Nussbaum wirkt edel und lässt sich gut fräsen; Eiche ist härter und faseriger (mehr Ausrissgefahr) – Downcut für Sichtkanten hilft.
- Holzfeuchte ideal ~8–10%. Zu feuchtes Holz führt später zu Verzug/Rissen.
CAM: Werkzeugwege anlegen
30–60 minErstelle Toolpaths: (1) Taschenfräsen Glas-Mulde, (2) Taschenfräsen Pipetten-Mulde, (3) Gravur (V-Carve oder 2D-Contour), (4) Außenkontur mit Tabs, (5) optional Kantenfase/Rundung als 3D-Contour oder später manuell. Für die Glas-Mulde reicht oft eine 2D-Tasche mit flachem Boden (Tiefe 4–6mm). Optional: 3D-Schale mit Kugelfräser für „Bowl“-Look (tiefer in der Mitte).
- Für saubere Taschen: Schruppen mit 6mm, Finish-Pass mit 3mm und 0,2–0,3mm Restmaterial.
- Gravur nach dem Planfräsen, aber vor dem Ölen; Tiefe 0,6–1,2mm wirkt wertig.
- Außenkontur zuletzt, mit Tabs (z.B. 4–6 Tabs à 6mm breit, 2mm hoch).
CNC-Setup & Nullpunkt
10–20 minRohling sicher spannen (keine Vibration!). Nullpunkt üblicherweise oben links auf Werkstückoberfläche. Absaugung bereit, Fräser prüfen, Probelauf „in der Luft“.
- Bei Taschen mit flachem Boden ist ein exakt gesetzter Z-Nullpunkt wichtig – ggf. Z-Taster verwenden.
- Eiche: eher konservative Vorschübe/Stepdowns, um Ausriss zu minimieren.
Fräsen: Taschen (Glas & Pipette)
30–60 minFräse zuerst die Taschen. Beispielwerte (je nach Maschine): 6mm Upcut, Stepdown 2–3mm, Vorschub 800–1400 mm/min, Spindel 18–22k RPM; Finish mit 3mm Downcut bei kleiner Zustellung. Pipettenmulde 6–8mm tief, Glas-Mulde 4–6mm (bei 22mm Material bleibt genug Steifigkeit).
- Für glatte Böden: letzten Pass mit geringer Zustellung (0,2–0,3mm) und ggf. „spring pass“.
- Wenn die Maserung stark ausreißt: Finish-Pass als Climb-Fräsen testen und Downcut-Fräser nutzen.
- Muldenkanten leicht verrunden (kleiner 2D-Contour oder später per Hand), damit Filz und Glas nicht an scharfen Kanten leiden.
Gravur (Personalisierung)
10–25 minGravur mit V-Bit (60° fein, 90° kräftiger). Text: „Dad’s Dram“, Name + Jahrgang oder Lieblingssorte. Position z.B. rechts vorne oder zwischen Glas- und Pipettenmulde. Tiefe je nach Schriftbild; bei V-Carve entsteht automatisch eine schöne Linienbreite.
- Bei Eiche kann die Gravur „porig“ wirken – ggf. nach dem ersten Ölauftrag (sehr dünn) gravieren oder die Gravur anschließend mit Wachs/Farbe auslegen.
- Schriften mit zu dünnen Linien vermeiden; besser: klare Serif/Sans (z.B. Cinzel, Montserrat) oder eine gut fräsbare Script-Schrift.
Außenkontur fräsen & Kantenprofil
20–40 minAußenform fräsen (z.B. rechteckig mit Radien R15–R25 oder organische „Pebble“-Form). Danach Tabs entfernen und Kanten nacharbeiten. Optional CNC-Kantenfase (z.B. 45° 1,5mm) oder manuell mit Kantenfräser/R2-R3 abrunden.
- Organische Formen wirken deutlich „Design“-lastiger und rechtfertigen höhere Verkaufspreise.
- Bei Hand-Kantenfräser: erst gegen Ausriss an den Stirnholzseiten vorsichtig vorritzen/leichte Gegenfahrt.
Schleifen & Entstauben
25–45 minSchleifen: 120 → 180 → 240 (optional 320). Taschenböden mit passendem Schleifklotz/Schwamm. Staub gründlich entfernen (Absaugen + leicht feuchtes Tuch oder Tack Cloth).
- Nicht zu stark die scharfen Gravurkanten „wegschleifen“ – Gravur lieber vorher sauber fräsen.
- Bei Nussbaum: 240 reicht oft; bei Eiche kann 320 die Haptik verbessern.
Finish auftragen (Öl/Hartwachsöl)
20–30 min aktiv (+ Trockenzeit)Dünn auftragen, 10–15 min einziehen lassen, Überschuss abnehmen. Trocknen nach Produktangabe (meist 8–12h, bei Hartwachsöl ggf. 2. Auftrag). Optional Gravur auslegen: dunkles Wachs/Acryl in Gravur einarbeiten, abwischen, danach final ölen.
- Weniger ist mehr: dicke Ölschichten werden klebrig und ungleichmäßig.
- Filz erst nach vollständiger Durchtrocknung kleben, sonst hält er schlechter.
Filzpunkte setzen & Qualitätscheck
10–15 min4–6 Filzpunkte auf der Unterseite (Randbereiche). Stand prüfen: wackelfrei, Glas sitzt sauber, Pipette rutscht nicht. Kanten auf angenehme Haptik kontrollieren.
- Wenn der Stand minimal kippelt: Filzposition anpassen oder einen Punkt durch dickeren ersetzen.
- Optional: kleines Zertifikat/Karte beilegen („Handmade for Dad – Holz: Nussbaum, Finish: Hartwachsöl“).
Markt & Machbarkeit
59–99 € (Nussbaum eher 79–99 € mit Personalisierung; Eiche 59–89 €).
ca. 18–35 €
ca. 41–64 € (bei VK 79 € und Material 25 €; Arbeitszeit/Overhead noch nicht eingepreist)
52%2–4 h aktiv (bei Serienfertigung 1,5–2,5 h durch Batch-Fräsen/Schleif-Jigs), Trockenzeit separat.
Nein
Mittel
Mittel