3D-gedrucktes „Herzschlag“-Relief eures Satzes

3D-gedrucktes „Herzschlag“-Relief eures Satzes

Euer „Ich liebe dich“ wird als Wellenform/Herzschlag-Linie in ein Relief übersetzt, dazu Datum. Eine moderne Art, Gefühle sichtbar zu machen.

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Schwierigkeit Anspruchsvoll
Zeitaufwand
Aktivzeit ca. 6–9 Stunden + 6–10 Stunden Druckzeit (parallel), insgesamt typ. 8–12 Stunden bis fertig (inkl. Trocknung/Iterationen).
Verkaufspreis
119–199 € (Standard 180x180, einfarbig, Gravur am Rahmen: eher 129–159 €; Premium zweifarbig + Acryl + Passepartout + NFC: 169–199 €)
Marge 55%

Produktansichten

3D-gedrucktes „Herzschlag“-Relief eures Satzes - Hauptansicht
Hauptansicht
3D-gedrucktes „Herzschlag“-Relief eures Satzes - Seitenansicht
Seitenansicht
3D-gedrucktes „Herzschlag“-Relief eures Satzes - Detailansicht
Detailansicht

Technische Daten

Abmessungen
Relief-Panel: 180 x 180 x 6–8 mm (3D-Druck) oder 200 x 150 x 6–8 mm (quer). Rahmen außen: ca. 230 x 230 x 25 mm (bei 180er Panel) / 250 x 200 x 25 mm (bei 200x150 Panel). Sichtfenster (Passepartout-Ausschnitt): ca. 170 x 170 mm.
Gewicht
Gesamt im Rahmen: ca. 450–750 g (abhängig von Rahmenholz + Infill + Rückwand). Reines 3D-Panel: ca. 120–220 g.
Material
3D-Relief: 6–8 mm Gesamtstärke (Basisschicht 2.0–2.5 mm + erhabene Wellenform 2.0–3.5 mm + optionaler Text 0.8–1.2 mm). Rahmenleisten: 15–20 mm Stärke, 25–30 mm Tiefe. Rückwand: 3 mm MDF oder 3–4 mm Sperrholz. Acrylscheibe optional: 1.5–2 mm.
Oberfläche
3D-Druck: leichtes Schleifen (K240–K400) an Kanten, optional Füller/Primer und Lack (seidenmatt). Alternativ „clean print“ ohne Lack bei feinen Layern (0,12–0,16 mm). Lasergravur: Datum/Koordinaten/Name auf Holzrahmen oder auf separater Holz-/Acrylplakette. Holz: geschliffen (K240), geölt (Hartwachsöl) oder lackiert (klar seidenmatt).

Personalisierungsoptionen

Audio-Wellenform aus echter Sprachaufnahme („Ich liebe dich“) statt generischer Linie Datum + Uhrzeit (z.B. des Kennenlernens) Koordinaten (Ort) als Gravur Zweifarbiger Druck (Welle farbig, Grundplatte neutral) via Filamentwechsel/Pause Relief als „Topographie“: Welle mehrfach gestaffelt (3 Höhenstufen) Rahmen-Gravur: kurzer Satz innen am Falz versteckt (Easter Egg) NFC-Tag auf Rückseite: Link zur Audioaufnahme/Playlist

Benötigte Materialien

Filament PLA oder PETG (1.75 mm)

ca. 150–250 g

4–8 € (anteilig bei 20–30 €/kg)

Holzrahmen (fertig gekauft) ODER Rahmenleisten Kiefer/Buche

1 Stk (ca. 23x23 cm) oder 2 m Leiste + Zuschnitt

10–25 € (fertig) oder 8–18 € (Leisten)

Rückwand MDF 3 mm oder Sperrholz 3–4 mm

1 Stück ca. 23x23 cm

1–3 €

Passepartout-Karton 1,4–1,8 mm (optional, hochwertiger Look)

1 Stück ca. 23x23 cm

2–5 €

Acrylscheibe klar 1,5–2 mm (optional)

1 Stück ca. 20x20 cm

4–10 €

Holzplakette (Birke 3 mm) oder Acrylplakette (3 mm) für Gravur

1 Stück ca. 60x20 mm

0,50–2,50 €

Holzöl/Hartwachsöl oder Klarlack

kleine Menge

1–3 € (anteilig)

Sekundenkleber/Gel oder 2K-Kleber (für Panel im Rahmen)

kleine Menge

0,50–2 € (anteilig)

Schleifpapier K240/K400

2–4 Bögen

1–2 €

Aufhänger/ Bildaufhänger + Schrauben (optional)

1 Set

1–3 €

NFC-Tag NTAG213 (optional)

1 Stk

0,50–1,50 €

Gesamtkosten ca. 20–55 € (ohne vorhandene Verbrauchsmaterialien; mit Acryl + Passepartout eher 35–55 €)

Benötigte Werkzeuge

  • FDM-3D-Drucker (0,4 mm Düse empfohlen) + Slicer (PrusaSlicer/Cura) + ggf. Filamenttrockner bei PETG)
  • Audio-Tool/Software: Audacity + Online-Generator (Waveform) oder Python/Processing (SVG)
  • Vektor-Workflow: Inkscape/Illustrator (SVG bereinigen)
  • CAD: Fusion 360 / FreeCAD / Tinkercad (Relief modellieren)
  • Laser (Diode/CO₂) für Gravur am Rahmen/Plakette
  • Schneidwerkzeug: Cutter + Metalllineal (Passepartout) oder Passepartout-Schneider optional
  • Schleifklotz/Exzenterschleifer (optional) optional
  • Klemmen/Gehrungspresse (bei Selbstbau-Rahmen) optional

Schritt-für-Schritt Anleitung

Schwierigkeitsgrad: Profi

1

Audio aufnehmen & säubern

30–60 min

Nehmt den Satz („Ich liebe dich“) als Audio auf (Handy reicht, besser: ruhiger Raum). Import in Audacity, Normalisieren, Rauschen reduzieren (leichte Werte), Stille am Anfang/Ende trimmen. Ziel: 1–2 Sekunden klare Sprachform ohne lange Pausen.

Tipps:
  • Mehrere Takes aufnehmen; die „schönste“ Betonung wählen.
  • Nicht zu stark entrauschen, sonst sieht die Wellenform „abgeschnitten“ aus.
  • Samplingrate 44,1 kHz reicht völlig.
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Waveform/Herzschlag-Linie als SVG erzeugen

60–120 min

Erzeugt aus dem Audio eine Wellenform als Vektor. Optionen: (a) Waveform als SVG exportieren (verschiedene Online-Tools) und in Inkscape bereinigen; (b) Audacity: Track als Bild exportieren und in Inkscape nachzeichnen (Bitmap Trace) – weniger ideal; (c) Skript (Python) zur Amplitudenabtastung → Polyline → SVG. Danach: Linie vereinfachen, glätten, auf gewünschte Breite bringen (z.B. 140–160 mm).

Tipps:
  • Achtet auf ausreichend „Fleisch“: Minimaler Linienabstand/Stegbreite im Relief ≥ 1,2 mm (besser 1,6 mm) für saubere Druckbarkeit.
  • Zu filigrane Peaks lieber abrunden – wirkt hochwertiger und bricht nicht beim Schleifen.
  • SVG als geschlossene Kontur anlegen (Stroke to Path), damit Extrusion im CAD sauber klappt.
3

Layout: Text & Datum setzen

30–60 min

In Inkscape: Wellenform mittig platzieren. Datum (z.B. 14.02.2026) und optional Namen unterhalb oder rechts unten setzen. Für 3D-Druck: Text als separate Pfade (kein „live text“), Schrift mit guter Lesbarkeit (z.B. Montserrat, Futura, Helvetica).

Tipps:
  • Für 3D-Text: Mindest-Strichstärke 0,8–1,0 mm; Buchstabenhöhe ≥ 6 mm.
  • Kerning leicht erhöhen, damit beim Druck nichts zuläuft.
  • Wenn ihr den Text lieber „edler“ wollt: Text nicht drucken, sondern nur am Rahmen/Plakette lasern.
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Relief im CAD konstruieren

90–150 min

SVG in Fusion 360/FreeCAD importieren. Grundplatte erstellen (z.B. 180x180x2,2 mm). Wellenform als erhabenes Relief extrudieren (z.B. +2,8 mm). Optional: Text als flaches Relief (+0,8–1,2 mm) oder als Vertiefung (–0,6 mm) für bessere Lesbarkeit. Rückseite: optional 0,8–1,2 mm tiefe Tasche, um Gewicht zu sparen und Verzug zu reduzieren (Rippen stehen lassen).

Tipps:
  • Kanten mit 0,6–1,0 mm Fase/Fillet entschärfen – sieht „produktiger“ aus und druckt sauberer.
  • Plane eine umlaufende Randfase am Panel ein, damit es sauber im Rahmen sitzt.
  • Bei großen Flächen: Dicke nicht zu dünn wählen, sonst „oil-canning“ (Wellen) im Druck.
5

Slicer-Setup & Testdruck (kritisch)

60–120 min (inkl. Testdruck)

Slicen mit Fokus auf Oberflächenqualität. Empfehlung: 0,12–0,16 mm Layer, 3–4 Perimeter, Top-Layers 6–8, Infill 10–15% (Gyroid). Druckrichtung: Relief nach oben, flache Rückseite aufs Bett. Optional: „Ironing“ für Topflächen (bei PLA). Erst einen 60x60 mm Ausschnitt als Test drucken (Welle + Text).

Tipps:
  • PLA: 200–215°C, Bett 55–60°C; PETG: 235–245°C, Bett 75–85°C, weniger Lüfter.
  • Für scharfe Kanten an Relief: Geschwindigkeit Außenwand 25–35 mm/s.
  • Elefantenfuß kompensieren, damit das Panel später plan im Rahmen sitzt.
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Finaler 3D-Druck des Panels

6–10 h (Druckzeit) + 15 min Handling

Finale Datei drucken. Für 180x180 mm Panel müsst ihr je nach Drucker 6–10 Stunden rechnen (abhängig von Layerhöhe, Geschwindigkeit, Details). Nach dem Druck abkühlen lassen, vorsichtig vom Bett lösen.

Tipps:
  • Bei PLA auf großen Flächen hilft ein Brim (5–8 mm) gegen Warping.
  • PETG neigt zu Stringing: Retract feinjustieren und Filament trocken halten.
  • Wenn zweifarbig: Pause bei der Höhe kurz vor dem Wellen-Top einplanen oder Welle als separates Inlay drucken.
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Nachbearbeitung: Entgraten, Schleifen, optional Lack

45–120 min (+ Trocknungszeiten)

Brim entfernen, Kanten entgraten. Leicht schleifen (K240→K400) nur an Kanten/Problemstellen. Optional: Füller/Primer, dann 2 dünne Schichten Lack seidenmatt. Alternativ: Panel „roh“ lassen, wenn die Druckqualität bereits sehr gut ist.

Tipps:
  • Nicht die Relief-Front „tot schleifen“ – Details gehen verloren. Lieber über Druckeinstellungen die Qualität holen.
  • Bei Lack: sehr dünne Schichten, sonst wirken Peaks zugelaufen.
  • Für „Premium“: Grundplatte matt schwarz, Welle in Weiß (oder Gold) – entweder Mehrfarbdruck oder Lackmaskierung.
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Rahmen vorbereiten & Lasergravur

45–90 min

Entscheidet: Gravur direkt auf Rahmen (unten mittig) oder auf Plakette. Datei in LightBurn/Lasersoftware setzen. Holzrahmen vorher fein schleifen. Gravur: Datum, Namen, ggf. Koordinaten. Bei Plakette: aus 3 mm Birke/Acryl lasern und Kanten säubern.

Tipps:
  • Vor Gravur Teststreifen machen (Leistung/Speed), besonders bei lackierten Rahmen.
  • Bei Birke: leichtes Masking-Tape verhindert Rauchspuren.
  • Acrylgravur wirkt edel, wenn rückseitig graviert und von hinten schwarz ausgelegt (Rub’n’Buff/ Acrylfarbe).
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Montage im Rahmen

30–60 min

Passepartout zuschneiden (optional) und Panel zentrieren. Panel punktuell kleben (wenige Klebepunkte) oder mit dünnen doppelseitigen Klebepads fixieren. Acrylscheibe davor (optional). Rückwand einsetzen und verschließen. Aufhänger montieren.

Tipps:
  • Nicht vollflächig verkleben – bei Temperaturwechsel arbeitet Kunststoff minimal.
  • Wenn ohne Acryl: Panel sollte leicht zurückversetzt sitzen (Passepartout), damit man nicht direkt drauf fasst.
  • Rückseite beschriften (Datum, Edition 1/1) – wirkt „Galerie“.
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Qualitätscheck & Verpackung

20–40 min

Sichtprüfung bei schrägem Licht (Layerlinien, Kleberreste, Gravurkontrast). Staub entfernen (Blasebalg/Mikrofaser). Verpacken mit Seidenpapier und Kantenschutz.

Tipps:
  • Fingerabdrücke auf Acryl mit antistatischem Reiniger entfernen.
  • Ein kleines Kärtchen mit Erklärung („Wellenform eures Satzes“) erhöht den emotionalen Wert.

Markt & Machbarkeit

Verkaufspreis

119–199 € (Standard 180x180, einfarbig, Gravur am Rahmen: eher 129–159 €; Premium zweifarbig + Acryl + Passepartout + NFC: 169–199 €)

Materialkosten

ca. 20–55 €

Marge

ca. 80–145 € vor Arbeitslohn/Overhead; realistische Deckung nach Maker-Stundensatz (25–40 €/h aktiv) ist nur bei Premium-Preis bzw. effizientem Workflow gegeben

55%
Produktionszeit

8–12 h (davon 6–10 h Maschinenlaufzeit, 6–9 h aktive Arbeitszeit je nach Iterationen)

Anfängergeeignet

Nein

Marktnachfrage

Mittel

Wettbewerb

Mittel

Suchbegriffe

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