Lasergraviertes „Date-Night“-Gutscheinrad
Ein drehbares Rad aus Holz oder Acryl, das verschiedene Date-Ideen zeigt: Picknick, Kino, Kochabend, Spaziergang. Ihr müsst nur drehen – und loslieben.
Produktansichten
Technische Daten
Personalisierungsoptionen
Benötigte Materialien
Birke-Sperrholz 4 mm A4/A3 (Laserqualität, möglichst BB/BB)
2 Platten (für 2 Scheiben + Teststücke)
10–18 €
Alternativ: Acryl 3 mm gegossen (cast) A4/A3 (z.B. schwarz/weiß/transparent)
2 Platten
18–35 €
Buchschraube/Chicago Screw (M5 oder 1/4"), Länge 10–12 mm, Kopf Ø 10–12 mm
1 Set
2–5 €
Unterlegscheiben (M5) + Nylon/PTFE-Scheibe(n) für Leichtlauf
2–4 Stück
1–3 €
Optional: Distanzring/Spacer (1–2 mm) oder 3D-gedruckte Abstandsscheibe
1 Stück
0,20–1,50 €
Klarlack matt oder Hartwachsöl (Holz)
ca. 10–20 ml
1–3 € (anteilig)
Acrylfarbe/Emaille + feiner Spachtel/Rakel für Farbauslegung
kleine Mengen
2–6 € (anteilig)
Maskierfolie/Transfer-Tape (für Gravur-Fill & saubere Kanten)
ca. 0,5 m
1–3 €
Filzgleiter/Anti-Rutsch-Pads (für Unterseite/Standfuß)
4 Stück
0,50–1,50 €
Optional Standfuß: Birke 10–12 mm oder 3D-Druck PLA/PETG
1 Stück
2–8 €
Benötigte Werkzeuge
- Laser (CO₂ oder Diodenlaser, ideal mit Air Assist) + Abluft/Filterung (wichtig bei Acryl!)
- Vektorsoftware (Illustrator/Inkscape/LightBurn) für Segment-Layout
- Schieblehre + Zirkel/Lineal für Passungen
- Bohrmaschine/Standbohrer oder Reibahle (für präzise Achsbohrung)
- Schleifpapier 180/240/320 + Schleifklotz (Holz) optional
- Entgrater/Kantenhobel oder feines Nassschleifpapier (Acryl) optional
- Klemmen/kleine Zwingen (falls Sandwich verklebt wird) optional
- Sekundenkleber Gel oder Holzleim (nur falls mehrlagig fixiert) optional
- Optional: 3D-Drucker für Spacer/Pointer/Standfuß optional
Schritt-für-Schritt Anleitung
Schwierigkeitsgrad: Profi
Konzept & Segment-Planung (8–16 Felder)
30–60 minLege fest, wie viele Date-Ideen drauf sollen (praxisbewährt: 12 Felder bei Ø 200 mm). Erstelle eine Liste: z.B. Picknick, Kino, Kochabend, Spaziergang, Museum, Spieleabend, Café-Date, Sonnenuntergang, Mini-Roadtrip, Eisdiele, Überraschung, „Joker“. Definiere außerdem 1–2 „Mechanikzonen“: Zentrum (Achse) und eine Randzone für den Zeiger/Pointer.
- Je mehr Segmente, desto kleiner die Schrift: bei Ø 200 mm sind 12–14 Segmente gut lesbar.
- Plane einen 10–12 mm Kreis im Zentrum ohne Gravur (für Achse/Unterlegscheiben).
- Schriftgröße auf Holz: meist ab 10–12 pt (je nach Font) gut; auf Acryl kannst du etwas kleiner gehen, wenn gefüllt wird.
CAD/Vektor-Design: Rad, Deckscheibe, Index-Layout
60–120 minErstelle mindestens 2 Layer: (A) Untere Scheibe mit Segmentlinien + Text, (B) Obere Scheibe als „Fenster“ oder Dekor-Ring. Häufige Lösung: Untere Scheibe trägt alle Date-Ideen; obere Scheibe hat ein Sichtfenster (z.B. 40–55 mm breiter Ausschnitt am Rand) und einen festen Pointer. Alternativ: obere Scheibe vollflächig, dafür Pointer am Standfuß.
- Mechanik-Detail: Das Fenster sollte nicht zu schmal sein, sonst ist das Ablesen fummelig. 45–60 mm Fensterbreite am Rand ist angenehm.
- Segment-Teilung sauber: nutze Polar Grid / Rotation-Tool; segmentiere 360°/12 = 30°.
- Achsloch: bei M5-Buchschraube realistisch 5,2–5,5 mm (Laser kerf/Material abhängig). Erst Testloch lasern!
Test-Cuts (Kerf, Passung, Gravur-Kontrast)
30–60 minSchneide ein kleines Teststück mit Achsloch, 1 Segment Text und ggf. Fülltechnik. Prüfe: sitzt die Buchschraube spielfrei aber drehbar? Ist die Gravur tief/genug kontrastreich? Bei Acryl: wird die Gravur milchig/sauber?
- Bei Holz: Maskierfolie vor Gravur reduziert Schmauchspuren deutlich.
- Bei Acryl: nur gegossenes Acryl (cast) graviert schön weiß; extrudiertes wird oft schmierig/transparent.
- Wenn das Loch zu eng ist: lieber mit Reibahle minimal aufweiten als neu lasern.
Lasergravur & Schnitt: alle Scheiben produzieren
90–150 minGraviere zuerst (bessere Lagegenauigkeit), danach schneiden. Untere Scheibe: Segmentlinien, Texte, evtl. kleine Icons. Obere Scheibe: Fenster/Pointerform, Titel/Name, dekorativer Ring. Schneide anschließend Außenkontur und Achsloch.
- Reihenfolge: Gravur -> Schnitt; sonst können Teile verrutschen.
- Air Assist + passender Fokus reduzieren Brandspuren und verbessern Kanten.
- Acryl: Schutzfolie drauflassen und Schnittparameter sauber wählen; nach dem Schnitt Folie erst nach dem Füllen abziehen.
Nachbearbeitung: Reinigung, Schleifen, Kanten
45–90 minHolz: Schmauchspuren entfernen (Radiergummi/Isopropanol sparsam), Kanten leicht brechen, Flächen fein schleifen 240–320. Acryl: Kanten entgraten, ggf. nass schleifen (600–1000) für satinierte Kante oder flamm-polieren (nur mit Erfahrung).
- Holz nicht zu nass reinigen, sonst quillt es.
- Acryl-Flamm polieren nur kurz und gleichmäßig – sonst Spannungsrisse/Verzug.
- Kantenqualität ist ein Premium-Merkmal: dafür extra Zeit einplanen.
Optional: Farbauslegung (Paint Fill) der Gravur
45–120 min (inkl. Trocknung)Für edle Optik: Gravur füllen. Methode A (Holz): Gravur mit Acrylfarbe ausreiben, nach Antrocknen Überschuss vorsichtig abwischen/schleifen. Methode B (Acryl): Maskierfolie drauflassen, Gravur offen, Farbe einrakeln, trocknen lassen, Folie abziehen.
- Auf Acryl wirkt Weiß auf Schwarz extrem hochwertig; Gold/Champagner ist beliebt.
- Dünne Schichten vermeiden Nasen. Lieber zweimal füllen.
- Vor dem Ölen/Lackieren sicherstellen, dass Farbe komplett trocken ist.
Oberflächenfinish (Holz) / finale Reinigung (Acryl)
30–60 min (+ Trocknung)Holz: 1–2 dünne Schichten Hartwachsöl oder Klarlack matt auftragen, Zwischenschliff 320 bei Bedarf. Acryl: Fingerabdrücke entfernen, ggf. antistatisch reinigen. Ziel: angenehme Haptik und Schutz im Alltag.
- Hartwachsöl betont die Gravur und fühlt sich „wertig“ an.
- Lack kann Gravur-Kontrast leicht verändern – vorher Teststück machen.
- Nicht zu dick auftragen, sonst kleben Scheiben später aneinander.
Mechanik: Achse, Leichtlauf, definierte Rastung
45–90 minBaue das Rad als Sandwich: Untere Scheibe (Date-Ideen) + ggf. Abstandsscheibe + obere Scheibe (Fenster/Design). In die Mitte: Buchschraube, Unterlegscheiben und idealerweise eine Nylon/PTFE-Scheibe als Gleitlager. Ziehe so an, dass es leicht dreht, aber nicht eiert. Optional: eine einfache Rastung: kleiner 3D-gedruckter „Clicker“ am Standfuß + Kerben am Rand (aufwendiger, aber ‚hard‘-Feature).
- Leichtlauf entsteht durch (1) glatte Kontaktflächen, (2) Gleit-Scheibe (Nylon/PTFE), (3) korrekte Vorspannung.
- Wenn das Rad schleift: Abstandsscheibe 1–2 mm einplanen oder Unterlegscheiben ergänzen.
- Für „Premium“: Metall-Buchschraube in Schwarz/Nickel + passende Unterlegscheiben.
Pointer/Standfuß montieren & Endkontrolle
30–60 minEntscheide: Wand-/Handrad (ohne Fuß) oder Tischaufsteller. Tischaufsteller: Standfuß aus 10–12 mm Holz mit Schlitz (Rad steckt drin) oder 3D-gedruckte Halterung. Pointer fest definieren (z.B. dreieckige Nase am Fenster). Prüfe: Segment steht sauber im Fenster, Rad dreht frei, keine scharfen Kanten.
- Schlitzbreite im Holzfuß: Materialstärke + 0,2–0,4 mm Spiel.
- Anti-Rutsch-Pads machen das Produkt sofort hochwertiger.
- Mache 2–3 Probedrehungen: bleibt es zufällig stehen oder „läuft“ es weiter? Vorspannung ggf. minimal erhöhen.
Markt & Machbarkeit
69–119 € (Holz), 89–149 € (Acryl Premium mit Farbfills und Standfuß)
Holz: 18–35 €; Acryl: 25–55 €
Holz: ca. 45–85 €; Acryl: ca. 55–100 € (vor Abzug von Maschinenzeit/Strom/Verpackung/Plattformgebühren)
60%5–7 h (Einzelstück), bei Kleinserie (5–10 Stk.) sinkt Stückzeit auf ca. 2,5–4 h durch wiederverwendbares Design/Jigs
Nein
Hoch
Mittel