Fotostreifen-Lichtbox mit Gravur und 3D-Diffusor
Eine kleine Tisch-Lichtbox mit lasergravierter Front („Seit … an deiner Seite“) und Platz für 3–4 Lieblingsbilder als Fotostreifen. Der CNC-gefräste Korpus wird innen mit einem 3D-gedruckten Diffusor ergänzt, damit das Licht weich und romantisch wirkt.
Produktansichten
Technische Daten
Personalisierungsoptionen
Benötigte Materialien
Birke Multiplex 12 mm (A4–A3 Stück, ca. 300 x 300 mm)
1 Stück
8–15 €
Sperrholz 3 mm (Frontoverlay + Rückwand, je ca. 250 x 160 mm)
2 Stücke
4–8 €
Acryl satiniert 2 mm (Diffusorscheibe, ca. 200 x 120 mm)
1 Stück
4–7 €
Transparentfilm (optional statt Acryl; Inkjet/Laserdruck geeignet)
2–4 Blätter A4
2–5 €
PLA Filament (weiß, für 3D-Diffusor/Gitter, ca. 80–120 g)
0,1 kg
2–4 €
LED-Modul warmweiß: 5V COB-LED-Leiste oder 12V LED-Strip (ca. 0,5 m)
1 Set
6–12 €
Dimmer/Schalter (Inline, PWM bei 5V/12V)
1
4–10 €
Netzteil (USB 5V/2A oder 12V/1A, je nach LED)
1
6–12 €
Kabel, Schrumpfschlauch, Lötzinn, ggf. DC-Buchse/USB-C Breakout
kleines Set
3–8 €
Holzleim (D3)
ca. 20–30 ml
0,50–1 €
Sekundenkleber/2K-Kleber (für Acryl/LED-Fixierung)
nach Bedarf
1–3 €
Schleifpapier (180/240)
je 2–3 Bögen
1–2 €
Hartwachsöl oder Klarlack
ca. 20–30 ml
1–3 €
Magnete 8x3 mm + Stahlscheiben (optional Rückwand)
4–6 Stück
3–6 €
Benötigte Werkzeuge
- CNC-Fräse (oder Oberfräse + Schablone) mit 3 mm & 6 mm Fräsern (Downcut empfohlen)
- Laser (Diode/CO₂) für Gravur + Zuschnitt 3 mm Holz/Acryl
- 3D-Drucker (PLA)
- Bohrmaschine/Standbohrer (Kabeldurchführung, Schalter) optional
- Lötkolben + Seitenschneider/Abisolierzange
- Zwingen/Spannmittel, Winkel
- Schleifklotz/Exzenterschleifer optional
- Messschieber/Lineal, Bleistift, Malerkrepp
Schritt-für-Schritt Anleitung
Schwierigkeitsgrad: Fortgeschritten
Design & Maßplanung (CAD + Layout)
45–75 minLege das Außenmaß (z.B. 220x140x60 mm) fest und plane 3 Zonen: (a) Frontfenster für Fotostreifen, (b) Gravurbereich darüber oder darunter, (c) Innenraum für Diffusor + LED. Plane eine innere Stufe/Schulter, auf der die Diffusorscheibe sitzt (z.B. 2 mm tief, 5 mm breit). Definiere Rückwand als abnehmbar (Schieber in Nuten oder Magnetdeckel). Erstelle Laserdateien: Frontoverlay (3 mm) mit Gravurtext und Fenster-Ausschnitt; optional eine separate Rahmenlage, um die Fotostreifen zu klemmen.
- Fenster nicht zu knapp: Fotostreifen-Toleranz +1,0 mm in Breite/Höhe einplanen.
- Gravur auf Holz wirkt mit größerer Schriftstärke besser (mind. 1,2–1,5 mm Linienbreite).
- Plane einen Abstand LED→Diffusor von mind. 15–25 mm, sonst sieht man Hotspots.
CNC: Korpus fräsen (Fronttasche, Innenhohlraum, Nuten)
60–90 minFräse aus 12 mm Multiplex: Boden/Deckel/Seiten als Gehrung (optional) oder als einfache Stoßkonstruktion. Am einfachsten: ein U-förmiger Korpus aus 3 Teilen (Seiten+Deckel+Boden) plus Front-/Rückrahmen. Fräse in die Frontöffnung eine umlaufende Stufe für die Diffusorscheibe (2 mm Tiefe). Fräse außerdem Nuten für die Rückwand (3,2–3,4 mm Nutbreite für 3 mm Sperrholz). Bohrung für Kabel/USB oder DC-Buchse an der Rückseite (z.B. 8–12 mm je nach Buchse).
- Downcut-Fräser für saubere Oberkante bei Multiplex.
- Taschen mit 0,2 mm Aufmaß fräsen und nach Bedarf nacharbeiten (Presspassung vermeiden, Acryl braucht Spiel).
- Innenflächen optional mit weißer Folie bekleben für bessere Lichtverteilung.
Laser: Frontoverlay gravieren & schneiden
25–45 minGraviere den Text („Seit … an deiner Seite“) auf 3 mm Sperrholz oder 3 mm Acryl. Schneide danach den Fenster-Ausschnitt und die Außenkontur. Bei Holz: erst gravieren, dann schneiden (weniger Versatz). Bei Acryl: Schutzfolie drauflassen, erst gravieren (ggf. invertieren), dann schneiden.
- Bei Holz Gravur: Malerkrepp als Maskierung reduziert Schmauch; danach abziehen und leicht schleifen.
- Für dunklere Gravur auf Birke: niedrigere Geschwindigkeit/mehr Leistung, aber nicht zu tief (sonst faserig).
- Acrylgravur wirkt edel, wenn man sie von hinten beleuchtet (Kantenlicht).
3D-Druck: Diffusor/Gittereinsatz drucken
90–150 min (Druckzeit)Drucke einen Diffusor-Einsatz, der zwischen LED und Front sitzt: z.B. ein Waben-/Lamellen-Gitter (2–3 mm Wandstärke) plus eine opale Diffusorplatte (Acryl) davor. Ziel: Hotspots brechen. Maße: Innenbreite/-höhe minus 0,5–0,8 mm Spiel. Empfohlene Geometrie: 10–15 mm tiefe Zellen (Hex/Quad), Zellweite 8–12 mm.
- PLA weiß, 0,2 mm Layer, 3 Perimeter, 10–15% Infill reicht.
- Wenn du nur PLA als Diffusor nutzt: sehr dünn (0,8–1,2 mm) und mit „Vase Mode“ oder 100% Top-Layer für gleichmäßige Transluzenz.
- Besser: PLA-Gitter + satiniertes Acryl als Frontdiffusor (schöner, temperaturstabiler).
Trockenmontage & Passungen prüfen
20–30 minSetze Korpus, Diffusorscheibe, 3D-Einsatz, Frontoverlay und Rückwand ohne Kleber zusammen. Prüfe: Fotostreifen-Einschub (seitlich oder von hinten), sitzt die Diffusorscheibe spannungsfrei, lässt sich die Rückwand öffnen/schieben, passt das LED-Modul in die vorgesehene Position.
- Acryl darf nicht „klemmen“ – Spannungsrisse drohen. Lieber 0,5–1,0 mm Luft einplanen.
- Fotostreifenführung: mit 0,5 mm Abstand + Filzpunkt/kleiner Federclip verhindern, dass Bilder rutschen.
Elektrik: LED, Dimmer, Schalter integrieren
35–60 minWähle 5V-COB (USB) oder 12V-LED-Strip. Klebe die LED auf eine kleine Alu-Flachleiste (z.B. 15x2 mm) oder Alu-Klebeband als Heatspreader, dann im Korpus fixieren. Verdrahte Dimmer/Schalter inline, setze Buchse oder führe ein USB-Kabel nach außen. Funktionstest vor dem finalen Verkleben.
- COB-LEDs sind homogener als 5050-Strips (weniger Punkte).
- Wärme: Bei geschlossener Box Helligkeit per Dimmer reduzieren; LED nicht direkt auf Holz ohne Heatspreader.
- Lötstellen mit Schrumpfschlauch sichern, Zugentlastung am Kabel vorsehen (Knoten/Clamp).
Verleimen/Endmontage Korpus
45–75 min (plus Trocknung)Verleime den Holzkorpus (Holzleim), richte im Winkel aus und spanne 20–30 min. Frontoverlay je nach Konzept entweder mit kleinen Punkten Holzleim (Holz auf Holz) oder doppelseitigem 3M-Klebeband (Acryl auf Holz) befestigen. Diffusorscheibe nicht dauerhaft einkleben, wenn später Zugriff nötig ist; besser über Leisten/Clips halten. Rückwand: Schiebemechanik oder Magnete montieren.
- Leimfugen sofort mit leicht feuchtem Tuch reinigen (später sieht man’s im Finish).
- Bei Magnet-Rückwand: Magnete bündig einlassen (Forstner 8 mm) und Polarität markieren.
- Doppelseitiges Acrylband hält sauberer als Sekundenkleber (keine Ausblühungen).
Schliff & Finish
45–70 min (plus Trockenzeit)Außenflächen schleifen (180→240), Kanten leicht runden. Danach Hartwachsöl dünn auftragen, 10–15 min einziehen lassen, auspolieren. Optional 2. Auftrag nach 2–4 h. Alternativ Lack (2 dünne Schichten) für höhere Kratzfestigkeit. Nach dem Finish Endmontage: Fotostreifen einlegen, Rückwand schließen, Licht testen.
- Ölfinish wirkt warm/handgemacht, Lack wirkt „clean“ und schützt stärker.
- Vor dem Ölen Frontgravur vorsichtig entstauben (Gravurstaub färbt sonst).
- Gummifüße unten vermeiden Kratzer und geben „Premium“-Look.
Markt & Machbarkeit
79–129 € (je nach Holzqualität, Acrylfront, Dimmer, Personalisierungsgrad, Geschenkverpackung).
typisch ~50 € (Spanne 35–75 €).
ca. 45–70 € bei Verkauf 109 € und Material 39–64 €; bei 89 € Verkauf eher 25–45 €.
45%Aktiv 4–6 h; mit 3D-Druck + Trocknung meist 1–2 Tage Durchlaufzeit.
Nein
Hoch
Mittel