Werkbank-Bit-Organizer als Steckmodul-System
Ein modularer Bit-Organizer, der sich wie Bausteine erweitern lässt und genau zu Papas Lieblingsbits passt. Mit eingedruckter Beschriftung (PH2, TX20 usw.) wird die Werkbank aufgeräumt – und Papa denkt bei jedem Griff an dich.
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Benötigte Materialien
PLA oder PETG Filament 1,75 mm
ca. 120–180 g für Starter-Set (1 Grundmodul + 1 Erweiterung)
3,00–5,50 € (bei 20–30 €/kg)
Neodym-Magnete optional (6x3 mm oder 8x3 mm)
8–12 Stück (optional, je nach Anzahl Bit-Positionen)
4,00–8,00 €
Cyanacrylat (Sekundenkleber) oder 2K-Epoxy (optional für Magnete)
ein paar Tropfen
0,20–0,80 € anteilig
Antirutsch-Füße (z.B. 3M Bumpons) optional
4 Stück
1,00–2,50 €
Benötigte Werkzeuge
- 3D-Drucker (0,4 mm Düse empfohlen) und Slicer (PrusaSlicer/Cura/OrcaSlicer)
- Schieblehre (zum Messen der Bit-Schaftmaße und Toleranzen) optional
- Entgrater / Cutter / kleine Feile
- Seitenschneider (Support entfernen) optional
- Heißluftfön (nur vorsichtig für minimalen Verzugsausgleich, optional) optional
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Schritt-für-Schritt Anleitung
Schwierigkeitsgrad: Anfänger
Bit-Set aufnehmen & Raster planen
15–25 minLege fest, welche Bits rein sollen (z.B. PH1/PH2/PH3, TX10–TX30, HEX 3–6). Miss einen Bit-Schaft mit der Schieblehre: Standard 1/4" C6.3 hat ca. 6,35 mm. Plane pro Bit eine Bohrung mit leichter Presspassung oder leichter Spielpassung je nach Wunsch (siehe Tipps). Lege auch fest, ob das Modul quer (2 Reihen à 6) oder längs (1 Reihe) organisiert wird.
- Für schnelle Entnahme auf der Werkbank ist eine leichte Spielpassung angenehmer: Bohrung Ø 6,5–6,7 mm.
- Für sicheren Halt (ohne Magnete) eher Pressfit: Ø 6,3–6,4 mm – funktioniert aber nur, wenn dein Drucker maßhaltig ist.
- Wenn du Magnete nutzt, kannst du die Bohrungen etwas lockerer machen, weil der Magnet die Haltekraft übernimmt.
CAD/Design: Modul-Standard & Stecksystem
45–75 minErstelle ein Grundmodul (z.B. 120x80 mm) mit einem definierten Steckprofil an beiden Seiten: z.B. Schieber/Schwalbenschwanz. Bewährt ist ein symmetrisches Profil: eine Seite Feder, andere Nut, sodass Module links/rechts kaskadierbar sind. Plane eine definierte Toleranz zwischen Nut/Feder ein, damit es ohne Gewalt, aber spielfrei passt. Integriere eine kleine Fase/Anschrägung an den Einführkanten (0,5–1 mm), das hilft beim Zusammenstecken.
- Toleranz für Steckprofile: PLA meist 0,20–0,30 mm pro Seite; PETG eher 0,25–0,40 mm (PETG „klebt“ eher).
- Mach eine kurze Testleiste (20 mm) für Nut/Feder, druck sie in 10–15 Minuten und prüfe Passung, bevor du alles druckst.
- Für ein „Easy“-Projekt kannst du auch ein simples Schiebeschwalbenprofil nutzen (gerade Flanken + leichte Konizität von 1–2°).
Beschriftung integrieren (eingedruckt)
15–30 minSetze Textlabels direkt neben die Bit-Bohrungen. Für gute Lesbarkeit: Schriftgröße 6–8 mm, erhaben 0,6–0,8 mm oder vertieft 0,6–1,0 mm. Erhaben druckt sauberer ohne Stringing in Vertiefungen, vertieft ist unempfindlicher gegen Abrieb. Optional: Filamentwechsel für Kontrast (Pause bei Layerhöhe).
- Mindestens 0,6 mm Strichstärke, sonst franst es bei 0,4er Düse aus.
- Wenn du zweifarbig drucken willst: Beschriftung als erhabenes Element und Filamentwechsel ca. 0,8–1,2 mm bevor die Schrift beginnt.
- Vertiefte Schrift kannst du nach dem Druck mit Lackstift auslegen (schnell, sehr gut lesbar).
Slicer-Setup (drucksicher & werkbanktauglich)
15–20 minRichte die Druckparameter auf Stabilität und Maßhaltigkeit aus. Orientiere das Modell so, dass die Bit-Bohrungen nach oben zeigen (klassisch), damit sie sauber rund werden. Steckprofile so platzieren, dass keine Supports in den Steckflächen nötig sind (wichtig für gute Passung).
- Empfehlung: 0,20 mm Layer, 4–5 Perimeter, 15–25% Infill (Gyroid/Grid), Top/Bottom je 5–6 Layer.
- PLA: 205–215°C, Bett 55–60°C. PETG: 235–245°C, Bett 75–85°C, Lüfter niedriger (20–40%).
- Aktiviere „Elefantenfuß-Kompensation“ (z.B. -0,2 mm) oder setze eine 0,3–0,5 mm Fase am Boden, damit Steckprofile unten nicht klemmen.
- Für saubere Bohrungen: „Horizontal Expansion“/XY-Kompensation im Slicer testweise nutzen (+/- 0,1–0,2 mm).
Druck: Grundmodul & Erweiterungen
90–180 min (je nach Größe/Layer/Drucker)Drucke zuerst ein einzelnes Modul (Grundmodul) als Referenz. Prüfe nach dem Druck: Bit-Passung, Lesbarkeit der Labels, Steck-Passung. Danach die Erweiterungsmodule drucken. Ein Starter-Set (2 Module) ist in der Regel in einem Nachmittag fertig.
- Wenn Bohrungen zu eng: Reibahle/Bohrer Ø 6,5 mm kurz von Hand nachsetzen (nicht mit Akkuschrauber „ausleiern“).
- Wenn Steckprofil zu stramm: ganz leicht mit Feile/Schleifpapier (240–400) die Flanken abziehen.
- PETG neigt zu Fäden: Retraction sauber einstellen, sonst wird die Beschriftung unleserlich.
Optional: Magnet- und Fußmontage
20–35 minWenn Magnettaschen vorgesehen sind: Magnete einpressen oder mit einem Tropfen Sekundenkleber fixieren. Antirutsch-Füße aufkleben oder in vorgesehene Taschen setzen. Abschließend Module zusammenstecken und die Bits einsortieren.
- Achte auf Magnet-Polung: erst alle Magnete gleich ausrichten, sonst „stößt“ ein Bitplatz ab (je nach Bitmaterial/Anzug).
- Sekundenkleber sparsam: Dämpfe können PLA/PETG weißlich „blühen“ lassen; alternativ 2K-Epoxy.
- Bumpons halten besser auf entfetteter Oberfläche (Isopropanol).
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Markt & Machbarkeit
25–45 € für 2–3 Module personalisiert (mit Beschriftung), je nach Modulanzahl und Magnet-Upgrade. Einzelmodul als Add-on: 8–15 €.
3–6 € Basis (Filament). Mit Magneten/Füßen: 8–16 €.
Ca. 17–30 € pro Set (ohne Arbeitszeit gerechnet) bzw. realistisch 10–22 € nach kalkulatorischem Maker-Stundensatz (15–25 €/h) und Plattform-/Overhead-Anteil.
45%2–4 Std. pro individuelles Set (Design + Druck + Finish). Bei Serienfertigung mit fixem Design: ca. 1,5–2,5 Std. (hauptsächlich Druckzeit, wenig Handarbeit).
Ja
Hoch
Mittel