Werkstatt 'Best Dad' Werkzeugwagen-Organizer
Ein Organizer, der Ordnung und Stolz in die Werkstatt bringt: CNC-gefräste Einlage für Schublade/Toolbox mit lasergraviertem „Best Dad“-Schriftzug. Ergänzt durch 3D-gedruckte Einsätze für Bits, Stecknüsse oder Bohrer – exakt passend zu Papas Lieblingsset.
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Benötigte Materialien
Birke Multiplex 18 mm, Zuschnitt ca. 500 × 400 mm (für 450×350 Endmaß + Rand)
1 Stück
12–20 €
Alternativ: Hartholzplatte (z.B. Buche/Esche) 18 mm, 500 × 400 mm
1 Stück
18–35 €
Filz selbstklebend 1–2 mm (schwarz/grau), ca. A3–A2
1 Bogen/0,25 m²
5–12 €
PLA oder PETG Filament 1,75 mm (für 200–400 g Verbrauch)
0,25–0,4 kg
6–12 € (anteilig)
Holz-Finish: Hartwachsöl (z.B. Osmo TopOil/Hartwachsöl)
ca. 30–50 ml
2–5 € (anteilig)
Sprühkleber oder Kontaktkleber (wenn Filz nicht selbstklebend)
kleine Menge
3–8 € (anteilig)
Optional: Neodym-Magnete 10×3 mm (N35/N52)
10–30 Stück
6–15 €
Optional: Sekundenkleber/2K-Epoxy zum Fixieren von Magneten
kleine Menge
2–6 € (anteilig)
Benötigte Werkzeuge
- CNC-Fräse (Arbeitsbereich mind. 500×400 mm) + Opferplatte + Spannmittel (Schrauben/Spanner) + Staubabsaugung oder Dust Shoe.
- Fräser: 6 mm Downcut (Schruppen), 3 mm Upcut/Downcut (Details), 90° V-Bit oder 60° V-Bit (Gravur), optional 3 mm Kugelfräser (leichte Verrundungen in Taschen).
- Laser (Diode/CO₂) für Gravur – alternativ CNC-V-Carve möglich. optional
- 3D-Drucker (FDM) + Slicer (PrusaSlicer/Cura).
- Messwerkzeuge: digitaler Messschieber, Winkel, Stahllineal, Tiefenmaß.
- CAD/CAM: Fusion 360 / FreeCAD + CAM oder VCarve/Aspire; für schnelle Konturen ggf. Inkscape.
- Schleifmittel: 120/180/240er, Schleifklotz/Exzenterschleifer.
- Entgrater/Kantenfräser oder Handhobel für leichte Fasen. optional
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Schritt-für-Schritt Anleitung
Schwierigkeitsgrad: Profi
Schublade & Werkzeugset vermessen (entscheidend)
60–120 minSchubladen-Innenmaß (B×T) an 3 Punkten messen (vorn/mitte/hinten), da Werkzeugwagen selten perfekt rechtwinklig sind. Höhe bis zur Schubladen-Unterkante (inkl. evtl. Querstreben) prüfen. Dann jedes relevante Tool messen: Länge/Breite/Höhe, kritische Stellen (Ratschenkopf, Stecknuss-Außendurchmesser, Bitlänge). Entscheide, ob Tools „liegend“ in Taschen liegen oder in 3D-gedruckten Haltern stecken. Plane Entnahme-Finger (Halbmond/Schlitz) pro Tool ein.
- Mit Malerkrepp am Werkzeug markieren, wo Greifmulden sinnvoll sind.
- Bei Stecknüssen zusätzlich den Vierkant prüfen (1/4", 3/8", 1/2") und die Außen-Ø pro Größe notieren.
- Für „perfekte Passung“: 0,5–1,0 mm Spiel seitlich einplanen, bei Filzauflage ggf. +0,5 mm.
Layout & CAD-Konstruktion (Inlay + Module)
150–240 minIn CAD die Grundplatte als exaktes Schubladenmaß modellieren (z.B. 449×349 mm, wenn die Schublade 450×350 mm hat – bewusst 0,5–1 mm Luft je Seite). Werkzeuge als vereinfachte Volumenkörper anlegen und Taschen (Pockets) daraus ableiten. Für 3D-gedruckte Einsätze: Standardisiere ein Raster (z.B. 20 mm Rand + 10 mm Stege) oder nutze definierte „Buchten“, in die Module verschraubt/geklemmt/eingelegt werden. Plane „Best Dad“-Gravurzone: gut sichtbar, aber nicht im Arbeitsbereich, z.B. oben links 80×40 mm oder als Banner über die Breite.
- Taschenboden stehen lassen: min. 3–5 mm, damit nichts durchbricht.
- Stege zwischen Taschen min. 8–12 mm für Stabilität (Multiplex kann sonst ausbrechen).
- Für modulare Einsätze: Nut-Feder oder 2–4 Passstifte (3D-gedruckt) erleichtern Ausrichtung.
CAM-Setup: Frässtrategien definieren
60–120 minLege Schruppen (adaptive/trochoidal) für tiefe Taschen an und Schlichten (2D Contour) für saubere Kanten. Typische Tiefen: 10–14 mm bei 18-mm-Platte. Plane eine leichte Fase/Verrundung an Taschenoberkanten (0,5–1 mm), damit Tools angenehmer entnommen werden können. Außenkontur zuletzt fräsen (mit Tabs), damit das Werkstück bis zum Schluss stabil bleibt.
- Downcut für obere Kante (sauber), Upcut für tiefe Taschen (besserer Spanabtransport) – bei Multiplex oft Kombination: erst Downcut flach, dann Upcut tief.
- Tabs an langen Seiten: 6–8 Stück à 8×3 mm verhindern Verrutschen.
- Teststück (kleiner Pocket) fräsen, um Spielmaß zu validieren.
CNC-Fräsen der Holz-Einlage
120–210 minWerkstück plan auf Opferplatte spannen (Schrauben außerhalb der Fräsbahnen oder Spannpratzen). Nullpunkt definieren (z.B. links vorne). Fräsreihenfolge: (1) Taschen schruppen, (2) Taschen schlichten, (3) Kanten/Griffmulden, (4) optional V-Carve-Details, (5) Außenkontur. Nach dem Fräsen Tabs entfernen, Kanten säubern.
- Staubabsaugung nutzen – Multiplex erzeugt viel feinen Staub.
- Bei 18 mm Birke: 6-mm Fräser typ. 18.000 rpm, 1.200–2.500 mm/min, Zustellung 2–4 mm (abhängig von Maschine) – konservativ starten.
- Bei Ausrissgefahr: letzte Schlichtbahn mit 0,2–0,3 mm Aufmaß + finaler Schlichtgang.
Lasergravur „Best Dad“ (oder CNC-V-Carve)
20–45 minNach dem Fräsen die Gravur platzieren. Laser: leicht defokussiert für gleichmäßige Fläche oder Vektorgravur für saubere Linien. Bei CNC: V-Carve mit 60°/90° V-Bit. Anschließend optional Farbfüllung: Gravur mit schwarzem Wachs/ACRYL einreiben und Überschuss abnehmen.
- Vorher auf Reststück die Einstellungen testen (Multiplex variiert stark).
- Gravur nach dem Schleifen, aber vor dem Ölen/Lackieren ist oft am saubersten (weniger Schmieren).
- Bei Farbfüllung: erst ölen/lackieren (1 dünne Schicht), dann füllen – reduziert Ausbluten in die Holzfasern.
Schleifen & Finish (werkstatt-tauglich)
90–180 min (plus Trockenzeit)Alle Kanten brechen (Handschliff 180–240). Oberfläche leicht schleifen (180→240). Staub gründlich entfernen. Finish: Hartwachsöl (2 dünne Schichten, Zwischenschliff 320 optional) oder PU-Klarlack (2–3 Schichten) für maximale Chemikalien-/Ölbeständigkeit. Trocknungszeiten beachten.
- Hartwachsöl wirkt warm und reparierbar; Lack ist härter, aber bei Beschädigung aufwendiger.
- Schubladen-Einsatz: seidenmatt ist praktischer (Fingerabdrücke weniger sichtbar).
- Kanten besonders gut sättigen (dort zieht Öl/Lack am stärksten ein).
3D-Module konstruieren (Bits/Stecknüsse/Bohrer)
90–180 minEntwirf Einsätze passend zum Set: Bit-Block mit konischen Einlässen (z.B. 6,35-mm Bits: 6,4–6,6 mm Bohrung/Schlitz je nach Drucktoleranz). Stecknuss-Halter: entweder vertikale Stifte (passend zum Vierkant) oder horizontale Mulden mit Beschriftung. Bohrerblock: abgestufte Bohrungen (z.B. 1–10 mm) mit 0,2–0,4 mm Spiel. Plane Einrastnasen oder Schraubpunkte, wenn die Module dauerhaft fixiert werden sollen.
- PETG ist zäher und temperaturfester (Werkstatt!), PLA geht auch, kann aber im Sommer/Auto weich werden.
- Für Stecknüsse: Beschriftung (Größe) direkt als erhabener Text mitdrucken oder nachträglich lasergravieren (bei Acryl) – bei FDM reicht oft erhabene Schrift 0,6–0,8 mm.
3D-Druck & Nacharbeit
240–420 min (Druckzeit, parallel nutzbar)Drucke Module mit 0,2 mm Layer, 3–4 Perimeter, 20–35% Infill (Grid/Gyroid). Funktionsflächen ggf. mit 0,16 mm Layer. Nacharbeit: Kanten entgraten, Passungen testen. Falls Module in Holz-Buchten liegen: unten 0,5 mm Luft lassen, damit nichts kippelt (Holz ist nie 100% plan).
- Für passgenaue Löcher: oft 0,2–0,4 mm größer modellieren (FDM-Loch schrumpft).
- Für Bits: lieber Schlitzgeometrie (leicht federnd) statt perfektem Rundloch – hält besser trotz Toleranzen.
- Wenn es klappert: dünne Filzpunkte oder TPU-Pads aufkleben.
Filz einbringen & Endmontage
45–90 minFilz nur dort, wo Metall auf Holz schlagen könnte oder wo Antirutsch nötig ist: z.B. unter Ratschenkopf-Auflage oder in Entnahmezonen. Filz zuschneiden (Plotter/Cutter oder Schablone). 3D-Module einsetzen: press-fit, verschrauben (2× Holzschrauben 3×16 mm von unten) oder mit dünnem doppelseitigem Klebeband fixieren. Alles im Schubladenmaß testen.
- Vollflächiger Filz sieht edel aus, macht aber Taschenmaße kritischer und saugt Öl/Schmutz – punktuell ist werkstattfreundlicher.
- Bei selbstklebendem Filz: nach dem Ölen/Lackieren mind. 24 h warten, sonst hält der Kleber schlecht.
- Optional: kleine Griffmulde/Loch (20–25 mm) als „Lift-out“ zum kompletten Herausnehmen der Einlage.
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Markt & Machbarkeit
129–219 € (je nach Komplexität, Anzahl Module, Magnet-Upgrade, Personalisierung und ob exaktes Set-Scanning/Design enthalten ist).
Basis ca. 25–49 €; mit PETG + Magnete + hochwertigem Lack eher 40–65 €.
Bei 159 € Verkaufspreis und 45 € Material: ca. 114 € Deckungsbeitrag vor Arbeitszeit/Overhead. Rechnet man 8 h Arbeitszeit à 20–30 €/h an, ist ein Verkaufspreis von 179–219 € für echte Maßanfertigung marktgerechter.
55%7–10 h aktiv; realistische Durchlaufzeit 2–3 Tage wegen Finish-Trocknung + ggf. Iteration der Passungen.
Nein
Mittel
Mittel